Kulturelle Bildung

Reformationsjubiläum 2017: Luther und die Juden

Der Deutsche Kulturrat, Spitzenverband der Bundeskulturverbände, setzt die erfolgreiche Reihe "Luther 2017" in seiner Zeitung Politik & Kultur auch 2014 fort. In der aktuellen Ausgabe schildert der Generalsekretär des Zentralrats der Juden in Deutschland, Stephan J. Kramer, in der Kolumne die seiner Meinung nach ganz unverhohlen herausgestellte Judenfeindschaft Luthers.

06.01.2014 Pressemeldung Deutscher Kulturrat e.V.

"Mit Blick auf die Juden ging es ihm darum, sie erfolgreicher zum Christentum bekehren zu können, wenn die von ihm geforderten Änderungen der Kirche erst durchgesetzt worden seien. Als diese Hoffnung nicht aufging, zeigte Luther seine Judenfeindschaft wieder ganz unverhohlen. In der Schrift "Von den Juden und ihren Lügen" forderte er Christen auf, Synagogen, jüdische Häuser und jüdische Religionsbücher zu verbrennen."

Im Hinblick auf das Reformationsjubiläum 2017 betont Kramer, dass dieses "(…) und die Vorbereitung darauf (…) eine gute Gelegenheit (sind) zu betonen, dass Juden als Juden die Heilsfähigkeit besitzen und dazu nicht erst Christen werden müssen. Eine Festigung dieser Aussage in allen Bereichen und auf allen Ebenen des evangelischen Lebens – das gilt natürlich auch für die katholische Kirche – würde den jetzt schon fruchtbaren Dialog zwischen Juden und Christen weiter fördern und das geistige Fundament unserer Gesellschaft stärken."

Persönlichkeiten aus Wissenschaft, Politik, Kirche und Kultur setzen sich in der Luther2017-Kolumne mit der Reformation und dem Reformationsjubiläum 2017 auseinander. Die Fragestellung ist durchweg dieselbe: Es geht um den persönlichen oder den fachlichen Zugang zur Reformation sowie die Wirkungen der Reformation auf die heutige Gesellschaft.

Zur aktuellen Ausgabe von Politik & Kultur gelangen Sie über www.kulturrat.de/puk/puk01-14.pdf. Die Kolumne von Stephan J. Kramer: "Und willst Du nicht mein Bruder sein... Gedanken zum Reformationsjahr aus jüdischer Sicht" finden Sie auf Seite 11.

Alle bislang erschienenen Luther2017-Kolumnen können Sie unter www.kulturrat.de/text.php?rubrik=89 nachlesen.


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