Bildungsinitiative

RuhrFutur zieht Zwischenbilanz

Mit einer Fachtagung unter dem Motto „RuhrFutur ZWANZIG16: Die Bildungsinitiative nimmt Fahrt auf“ zieht RuhrFutur heute in der Stadthalle Mülheim an der Ruhr eine erste Zwischenbilanz.

21.06.2016 Nordrhein-Westfalen Pressemeldung Ministerium für Schule und Bildung des Landes Nordrhein-Westfalen
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Zu den rund 350 Teilnehmern zählen unter anderem die Ministerin für Schule und Weiterbildung des Landes Nordrhein-Westfalen, Sylvia Löhrmann, und Prof. Dr. Gerhard de Haan, Zukunftsforscher und Bildungswissenschaftler. Moderiert wird die Veranstaltung von Prof. Dr. Michael Steinbrecher von der TU Dortmund. 

Wie sieht die Arbeit der Partner von RuhrFutur konkret aus? Was hat die Initiative seit dem Start im Jahr 2013 erreicht? Welche Entwicklungen sind feststellbar? Diese und andere Fragen diskutiert die gemeinsame Bildungsinitiative von Stiftung Mercator, Land, Kommunen und Hochschulen für das Ruhrgebiet mit den rund 350 Teilnehmern der Fachveranstaltung, darunter Sylvia Löhrmann, Ministerin für Schule und Weiterbildung des Landes Nordrhein-Westfalen. „Die Geschichte des Ruhrgebiets ist reich an Erfahrungen, den sozialen Wandel zu gestalten und Zugewanderte zu integrieren. Dieses Potenzial greift RuhrFutur auf und setzt neue Impulse in der Bildungslandschaft. Wir  möchten allen jungen Menschen die gleichen Chancen ermöglichen und das Ruhrgebiet zum Ausgangspunkt für erfolgreiche Bildungsbiografien machen“, so Löhrmann.

Ziel der Bildungsinitiative RuhrFutur ist es, das Bildungssystem im Ruhrgebiet zu verbessern, um allen Kindern und Jugendlichen in der Region unabhängig von ihrer Herkunft gleichermaßen gute Chancen auf Bildungszugang, Bildungsteilhabe und Bildungserfolg zu ermöglichen. Bei der heutigen Veranstaltung präsentiert die Initiative unter anderem die bislang elf Maßnahmen, die sie seit ihrer Gründung im Jahr 2013 auf den Weg gebracht hat. Beteiligt sind Akteure aus fast allen Bildungsbereichen, von der Kita über die Grundschule und weiterführende Schule bis zur Hochschule. So fördert RuhrFutur unter anderem die Gründung von „Kinderstuben“ in Dortmund, Gelsenkirchen, Herten und Mülheim an der Ruhr, die mit einer engen Einbindung der Eltern die altersgemäße Entwicklung und individuelle Förderung von Kindern zwischen ein und vier Jahren unterstützen. Mit Maßnahmen zur gezielten Verbesserung der Schul- und Unterrichtsentwicklung unterstützt RuhrFutur Schulen dabei, sich auf inter- und intrakommunaler Ebene zu vernetzen und ihre Schul- und Unterrichtsqualität weiter zu verbessern. Im Hochschulbereich hat die Initiative mit allen fünf RuhrFutur-Hochschulen sowie der Hochschule Ruhr West eine „Studierendenbefragung“ ins Leben gerufen, die dazu beitragen soll, bessere Bedingungen für ein erfolgreiches Studium in der Metropole Ruhr zu schaffen. Die Maßnahmen zeigen, was durch die Zusammenarbeit der Initiative für mehr Bildungsgerechtigkeit im Ruhrgebiet erreicht werden kann. In Plenums- und Arbeitsphasen diskutieren die RuhrFutur-Partner und Interessierte aus Wissenschaft, Politik und Praxis über zentrale bildungspolitische Themen wie individuelle Förderung, Sprachbildung oder Bildungsmonitoring.   

„Seit dem Start der Initiative ist viel in Bewegung gekommen: Die Partner haben ein gemeinsames Selbstverständnis entwickelt, gemeinsame Ziele formuliert und Kooperationsformate gefunden, die einem regionalen Blickwinkel verpflichtet sind“, sagte Ulrike Sommer, Geschäftsführerin von RuhrFutur. „In allen Handlungsfeldern entlang der Bildungsbiographie – Frühkindliche Bildung, Grundschule, Weiterführende Schule und Hochschule – sind akteursübergreifende Maßnahmen entstanden, die eine nachhaltige Veränderung des Bildungssystems in der Metropole Ruhr anstreben. Die enge Zusammenarbeit der Partner fördert die Entstehung von Vertrauen, gemeinsame Lernprozesse und den Transfer von Wissen und guten Beispielen – über die Grenzen einzelner Bildungsbereiche und Bildungsinstitutionen hinweg.“ Die Bildungsinitiative folgt dem Ansatz des „Gemeinsamen Wirkens“, bei dem sich Akteure aus unterschiedlichen Bereichen vernetzen und so die Wirkung ihres Handelns vervielfachen. Seit Mitte Juni ist auch der Regionalverband Ruhr (RVR) Partner der Initiative.    

Über RuhrFutur

RuhrFutur ist eine gemeinsame Bildungsinitiative von Stiftung Mercator, dem Land Nordrhein-Westfalen, der Städte Dortmund, Essen, Gelsenkirchen, Herten und Mülheim an der Ruhr sowie der Ruhr-Universität Bochum, der Fachhochschule Dortmund, der Technischen Universität Dortmund, der Universität Duisburg-Essen und der Westfälischen Hochschule. Ihr Ziel ist eine Verbesserung des Bildungssystems in der Metropole Ruhr, um allen Kindern und Jugendlichen im Ruhrgebiet Bildungszugang, Bildungsteilhabe und Bildungserfolg zu ermöglichen. RuhrFutur bindet bereits bestehende Bildungsinitiativen ein und vernetzt diese miteinander. So werden vor allem der Wissens- und Erfahrungstransfer zwischen den einzelnen Kommunen und den Hochschulen verbessert und daraus resultierende Erkenntnisse allgemein zugänglich gemacht. 

Weitere Informationen unter www.ruhrfutur.de 


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