Rund 145 Milliarden Euro für Bildung im Jahr 2005

Nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes wurden im Jahr 2005 in Deutschland 144,8 Milliarden Euro für Bildung ausgegeben (2004: 146,1 Milliarden Euro). Das entspricht einem Anteil am Bruttoinlandsprodukt von 6,5% (2004: 6,6%). Während die Ausgaben für Bildungseinrichtungen (Kindergärten, Schulen und Hochschulen, berufliche Ausbildung) von 114,2 Milliarden Euro im Jahr 2004 auf 115,6 Milliarden Euro im Jahr 2005 erhöht wurden, gingen die öffentlichen Ausgaben für die Förderung der Weiterbildung zurück. Dieser Rückgang ist auch auf geringere Bildungsausgaben der Bundesagentur für Arbeit zurückzuführen (- 3,8 Milliarden Euro), die nur teilweise durch Ausgabenanstiege in anderen Bereichen kompensiert wurden.

04.04.2007 Pressemeldung Statistisches Bundesamt (DESTATIS)

Angaben über die Finanzierungsstruktur liegen für das Jahr 2004 vor. Danach wurden die Bildungsausgaben 2004 in Höhe von 146,1 Milliarden Euro zu knapp 76% aus den öffentlichen Haushalten (Bund: 10%, Länder: 50%, Kommunen: 16%) und zu 24% vom privaten Bereich finanziert.

Grundlage dieser Ergebnisse sind die Berechnungen des Statistischen Bundesamtes zum Budget für Bildung, Forschung und Wissenschaft, dem zahlreiche amtliche und nicht-amtliche Datenquellen zugrunde liegen.

In der jetzt erstmalig veröffentlichten Neukonzeption besteht das Bildungsbudget aus einem international abgegrenzten Kernbereich mit Ausgaben von 128,9 Milliarden Euro im Jahr 2005, dem die internationalen Definitionen von Unesco, OECD und Eurostat zugrunde liegen. Hier werden die Ausgaben für Kindergärten, den Schul- und Hochschulbereich, die berufliche Ausbildung, die Bildungsförderung und für Bildungsgüter erfasst. Darin enthalten sind auch die Ausgaben für Forschung und Entwicklung der Hochschulen in Höhe von 9,3 Milliarden Euro. Darüber hinaus werden in einem zusätzlichen Teil bildungsrelevante Ausgaben in nationaler Abgrenzung in Höhe von 15,9 Milliarden Euro berücksichtigt, die insbesondere für Weiterbildung, Jugendarbeit, Kinderkrippen und -horte anfallen.

Weitergehende Informationen mit einer detaillierten tabellarischen Darstellung der Ergebnisse sowie Vergleichswerten für 2004 und 2003 sind verfügbar unter www.destatis.de/themen/d/thm_bildung6.php

Weitere Auskünfte gibt:
Harald Eichstädt,
Telefon: (0611) 75-4180,
E-Mail:


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