Sachsens Wissenschaftsministerin fordert: Aufstieg durch Bildung darf Finanzkrise nicht zum Opfer fallen

"Der Bildungsgipfel auf höchster politischer, gesamtstaatlicher Ebene ist nach jahrelangen `Bildungsgipfelchen` in den Fachkreisen dringend geboten", sagte Sachsens Wissenschaftsministerin Dr. Eva-Maria Stange heute im Sächsischen Landtag aus Anlass einer Debatte zum Thema "Bildungsgipfel für die Umsetzung einer besseren Bildung für alle nutzen". Sie erhoffe sich, so die Ministerin vor dem Hintergrund des in der kommenden Woche in Dresden geplanten Bildungsgipfels der Bundeskanzlerin, nach den intensiven Vorarbeiten der letzten Monate klare und erkennbare Ergebnisse. Aufstieg durch Bildung für Alle sei zu wichtig, als dass er der Finanzkrise zum Opfer fallen dürfe.

18.10.2008 Sachsen Pressemeldung Sächsisches Staatsministerium für Wissenschaft, Kultur und Tourismus

Am Hochschulbereich zeige sich wie dringend notwendig ein gemeinsames Umdenken und Handeln von Bund und Ländern sei. "Bisher ist es in Deutschland nicht gelungen, die Zahl der Studienanfänger und der Hochschulabsolventen maßgeblich zu erhöhen", so Stange. Die Ursachen dafür seien vielfältig. Die steigende Zahl von Abiturienten in den westlichen Bundesländern führe nun in den kommenden Jahren zur lang erwarteten verstärkten Studienplatznachfrage. Zeitgleich werden allein im Freistaat Sachsen 45 % weniger Abiturienten bis 2014 die Schulen verlassen. "Bund und Länder haben mit ihren Unterschriften unter den Hochschulpakt 2006 gemeinsam die Voraussetzungen für die Schaffung und den Erhalt von ca. 90.000 Studienplätzen bis 2010 gelegt. Dem Freistaat Sachsen ist es damit möglich, mit zusätzlichen Mitteln des Bundes mehr jungen Menschen einen Studienplatz im Land anzubieten." Bis 2015 würden aber mindestens 275.000 weitere zusätzliche Studienplätze bundesweit benötigt. "Das ist nur in gemeinsamer Anstrengung auf der Grundlage eines neuen Hochschul-Finanzierungsmodells `Geld folgt Studenten` realisierbar", sagte Eva-Maria Stange.

Die Herausforderung, den Anteil der akademischen Fachkräfte in den kommenden Jahren deutlich zu steigern, verlange zwingend nach dem Zusammenwirken von Bund und Ländern.


Schlagworte

Keine Kommentare vorhanden

Sie sind derzeit nicht angemeldet. Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich vorab bei uns registrieren. Alternativ können Sie sich über Ihren Facebook-Account anmelden.
Anmelden