VBE zum Weltkindertag am 20. September: Kinder brauchen mehr als Essen, Kleidung und ein Bett
"Die meisten Kinder im Südweststaat werden ausreichend mit Nahrung, Kleidung, Medizin und Bildung versorgt, trotzdem ist Baden-Württemberg noch weit davon entfernt, ein `Kinderland´ zu sein", stellt der Sprecher des Verbandes Bildung und Erziehung (VBE) anlässlich des Weltkindertages fest. Kein Kind müsse hier - wie leider noch in anderen Teilen der Erde – unmittelbar um sein Leben fürchten. Für eine wirklich glückliche Kindheit sei jedoch mehr vonnöten als täglich eine warme Mahlzeit, ein dicker Pullover, ein voller Schulranzen und gegebenenfalls ein Fieberzäpfchen. Kinder brauchen ebenso verlässlich "Nestwärme", Zuwendung, eine liebevoll-konsequente Erziehung und immer wieder aufmunternde Anerkennung.
18.09.2007 Baden-Württemberg Pressemeldung Verband Bildung und Erziehung, Landesverband Baden-WürttembergJedes Kind hat unabhängig von seiner sozialen Herkunft ein Recht auf Bildung und Erziehung, unterstreicht der VBE. Deutschland habe da laut OECD-Studien noch einigen Nachholbedarf. Deshalb möchte der gewerkschaftliche Berufsverband die bildungspolitischen Anstrengungen insbesondere auf den Elementar- und Primarbereich gelenkt wissen. Die ersten zehn Lebensjahre seien die wichtigsten in der Bildungsbiografie eines jeden Kindes. "Wir stehen in der Pflicht, jedem Kind Geborgenheit, Zuwendung, Anerkennung und neben der Erziehung eine umfassende Bildung angedeihen zu lassen", so der VBE-Sprecher. Dadurch werde eine solide Basis für ein gesundes Selbstvertrauen gelegt. Das sei unabdingbar für ein eigenverantwortliches Leben als mündiger Bürger in einer demokratischen Gesellschaft. Der VBE appelliert an alle Erziehungsberechtigten, ihren Kindern Halt zu geben – in guten wie in schwereren Zeiten. "Dass Eltern ein großes Interesse an der Entwicklung ihrer Kinder haben, hat sich erst jetzt wieder bei den Einschulungen gezeigt. Diese Hoffnung, dieses Vertrauen – auch in die Institution Schule – gilt es zur erhalten", so der VBE-Sprecher. "Lehrer und Eltern sollten sich als ebenbürtige Partner einer Zweckgemeinschaft zum Wohle des Kindes begreifen." Kinder durchschauen es und leiden darunter, wenn sie instrumentalisiert werden oder gar als Spielball verschiedenster Interessengruppierungen herhalten müssen. Vor allem die Werbung hat das Kind immer mehr für sich entdeckt, denn Kinder sind ein wichtiger Wirtschaftsfaktor geworden.
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