Verfemt, verfolgt, vergessen? Zweiter Baustein des neuen Ausstellungskonzepts "Geschichte frei Haus" des Hauses der Bayerischen Geschichte
Unter dem Titel "Verfemt, Verfolgt - Vergessen?" stellt das Haus der Bayerischen Geschichte in seiner neuen Reihe "Geschichte frei Haus" ab sofort Materialien für Schulen und andere Bildungseinrichtungen zur Bücherverbrennung im Dritten Reich zur Verfügung.
18.03.2008 Bayern Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und KultusNach der Premiere-Ausstellung "Musik im Mittelalter", die von Kultusstaatssekretär Bernd Sibler am 18. Februar in München eröffnet wurde, folgt nun ein neuer Baustein, durch den das Haus der Bayerischen Geschichte einen Einblick in Maßnahmen der kulturellen Gleichschaltung durch die Nationalsozialisten vermittelt. An Beispielen werden Rolle und Beweggründe der Täter deutlich, Schicksale verfolgter Schriftsteller und Wissenschaftler, zu welchen z.B. Berthold Brecht, Erich Kästner und Albert Einstein zählen, werden vor Augen geführt. Bildtafeln im DIN A 0-Format dienen den Schulen als Anregung zur weiteren Beschäftigung mit der kulturellen Gleichschaltung und ihren Folgen. Die Ausstellung lässt Leben und Literatur der Opfer lebendiger werden und lädt zu genauerem Hinsehen ein. Geschichte muss anfassbar und erlebbar sein, dieses Konzept vertreten die Ausstellungsmacher. Sie stellen den Lehrkräften daher Poster, eine Multimedia-CD und einen Aktivkoffer zur Verfügung. Die Materialien können im Unterricht eingesetzt werden, aber auch als Ausstellung in der Schule ihren Platz finden - ein modulares Konzept für viele kreative Möglichkeiten.
Die Ausstellung, die über das Haus der Bayerischen Geschichte in Augsburg bezogen werden kann (www.hdbg.de), ist für alle Schularten gedacht. Sie kann begleitend zu Unterrichtssequenzen zum Nationalsozialismus und zur Literaturgeschichte des 20. Jahrhunderts eingesetzt werden.
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