Bayern

"Wichtiger Beitrag zu gleichen Lebensbedingungen im Freistaat Bayern"

Bayerns Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle startete heute gemeinsam mit Regierungspräsident Christoph Hillenbrand und dem Präsidenten des Bayerischen Landkreistages, Landrat Dr. Jakob Kreidl, im Landkreis Miesbach die Initiative, Landkreise und kreisfreie Städte des Freistaats als "Bildungsregionen" zu gestalten.

25.05.2012 Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus

Ziel der Initiative, für die Minister Spaenle Schulen, Kommunen, Jugendhilfe, Bildungsträger und Vertreter der Wirtschaft vor Ort an einem Runden Tisch zusammenholt, ist es, die Bildungsangebote und -qualität vor Ort für die jungen Menschen zu verbessern.

"Wir wollen die Kinder und Jugendlichen und vor allem diejenigen unter ihnen, die unsere Unterstützung besonders brauchen, noch intensiver begleiten - vom Kindergarten über die Schulen bis zu Beruf oder Hochschule", so der Minister. Als öffentlichen Ort, den besten Weg für die jungen Menschen in ihr Leben zu suchen, deutete Minister Spaenle das Dialogforum, das als Runder Tisch für die Gestaltung der Bildungsregion in den Landkreisen und kreisfreien Städten dienen wird.

"Wir wollen mit der Gestaltung der Bildungsregionen auch dem Verfassungsauftrag nachkommen, gleiche Lebensbedingungen im ganzen Land zu realisieren", so der Minister. Schule ist für den Minister mehr als nur ein Ort, an dem Lehrkräfte Unterricht halten, Schule ist für ihn ein Lebensraum.

"Wir wollen alle Einrichtungen, die sich um die Bildung junger Menschen kümmern, eng miteinander vernetzen, von der vorschulischen Bildung bis zu den beruflichen Schulen und zur Erwachsenenbildung", so Landrat Jakob Kreidl. Er gab seinem Wunsch Ausdruck, den jungen Menschen in seinem Landkreis die besten Bildungschancen zu geben. Der Landkreis Miesbach war im Bildungsatlas als Landkreis ausgezeichnet worden, weil er seinen Bürgerinnen und Bürgern besondere Bildungschancen eröffnet.

Die Initiative zur Gestaltung von Bildungsregionen werde, so Regierungspräsident Hillenbrand, den Menschen vor Ort zugute kommen und dabei zugleich neue Chancen für ein lebenslanges Lernen eröffnen.

Übergänge zwischen Einrichtungen fließender gestalten

Inhaltlich stehen fünf Handlungsfelder bei der Gestaltung der Bildungsregionen im Mittelpunkt. Es geht darum:

  1. Übergänge zwischen einzelnen Einrichtungen fließender zu gestalten, etwa von Kindergärten zu Schulen, von Schulen zu Unternehmen usw.
  2. schulische und außerschulische Bildungsangebote zu vernetzen,
  3. jungen Menschen in schwierigen Lebenssituationen zu helfen,
  4. die Bürgergesellschaft zu stärken und dazu auch z. B. die Schulen und die Jugendarbeit enger zu verbinden, und
  5. die Herausforderungen des demographischen Wandels proaktiv zu gestalten.

Von gut 20 Landkreisen und kreisfreien Städten in ganz Bayern wurde bereits Interesse an der Gestaltung von Bildungsregionen signalisiert.

Kultusministerium verleiht Gütesiegel "Bildungsregion in Bayern"

Am Ende des Prozesses, der sich je nach Gebietskörperschaft verschieden gestalten und unterschiedlich viel Zeit in Anspruch nehmen wird, steht ein Gütesiegel - "Bildungsregion in Bayern", das das Ministerium nach einer Prüfung des jeweiligen Konzepts und der Umsetzungsschritte verleiht. Allerdings wird die Diskussion über die Bildungsregionen sich nicht auf die Verleihung des Gütesiegels beschränken. In dem Prozess, machte Minister Spaenle deutlich, werde auch die Frage nach dem Einsatz von Ressourcen gestellt und Entscheidungen für die Zukunft gefällt.

Dialogforen und Arbeitskreise mit allen Beteiligten bereiten den Weg - Lösungen aus der Region und für die Region

Die Kommunen werden bei der Gestaltung der Bildungsregionen von der neu eingerichteten Konferenz der Schulaufsicht unterstützt. Der jeweilige Landrat bzw. Oberbürgermeister wird gemeinsam mit der Schulverwaltung zu einem Dialogforum, gleichsam einem Bildungsplenum, einladen - und zwar die Schulfamilien, die Kommunen mit ihren Bürgermeistern, die Behörden und die regionale Wirtschaft, die Agentur für Arbeit und Bildungsträger, die Kirchen und weitere wichtige gesellschaftliche Organisationen. Dieses wird Handlungsvorschläge entwickeln.

"Ich bin zuversichtlich, dass die Landkreise und kreisfreien Städte sich, wie das Beispiel in Miesbach zeigt, intensiv an diesem Dialog zur weiteren Verbesserung der Bildungsangebote und -qualität zugunsten unserer jungen Menschen beteiligen", so Minister Spaenle abschließend. Die Schulverwaltung wird den Prozess intensiv begleiten.


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