"Zeit, dass sich was dreht!"
Der Druck auf die Arbeitgeber wächst, endlich bei der vierten Tarifrunde in Potsdam zum Wochenende ein diskussionswürdiges ernsthaftes Verhand-lungsangebot auf den Tisch zu legen. Dafür sorgten mehr als 10.000 Demonstranten, darunter viele Lehrerinnen und Lehrer, die heute in Düsseldorf für ein vertretbares Tarifergebnis auf die Straße gingen.
27.02.2009 Pressemeldung Philologenverband NRW (PhV NRW)Auf der Seite der Arbeitgeber sitzt auch der nordrhein-westfälische Finanzminister Helmut Linssen. Doch erklärten die aufgebrachten Demon-stranten das bisherige "Lins(s)en-Gericht" für ungenießbar.
"Mit dem Schritt in den öffentlichen Dienst haben wir nicht das Gelübde ewiger Armut abgelegt", so Peter Silbernagel, Vorsitzender des Philologen-Verbandes. "Wenn man den Lehrerberuf für junge Menschen attraktiv machen will, darf man das Einkommen nicht auf Dauer abkoppeln. Auch ist es unverantwortlich, die Motivation der Beschäftigten gegen die Wand zu fahren, da die Arbeitsbelastung stetig zugenommen hat, die Anerkennung sich aber nicht im Portemonnaie wiederfindet."
Mit der ganztägigen Teilnahme an der Mahnwache vor der Staatskanzlei wies der nordrhein-westfälische Philologen-Verband auf die völlig unzureichende Situation der Tarifbeschäftigten hin. In den letzten Wochen zeigt die Diskussion um den Lehrermangel in Deutschland, welch gravierende Folgen eine unzureichende Personalpolitik nach sich zieht. Wegen der katastrophalen Bezahlung der Tarifbeschäftigten versprachen bereits Berlin und Baden-Württemberg den Betroffenen finanzielle Zusatzleistungen. "Diese Notoperationen sind dann vermeidbar, wenn die Tarifergebnisse solide und belastbare Rahmenbedingungen für die Beschäftigten im öffentlichen Dienst erbringen. Dabei muss insbesondere auch das Gehalt der Beschäftigten im Vorbereitungsdienst für den Lehrerberuf deutlich angehoben werden.", so Peter Silbernagel.
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