Kulturelle Bildung

Zweite UNESCO-Weltkonferenz zur kulturellen Bildung in Seoul

Vom 25. – 28.Mai 2010 fand in Seoul/Südkorea nach 2006 in Lissabon die zweite Weltkonferenz zur kulturellen Bildung unter dem Motto "Arts for Society – Education for Creativity" statt. Es trafen sich ca. 2000 Expertinnen und Experten aus 129 Ländern, um zum einen die in Lissabon verabredete "Roadmap" zu evaluieren und konkrete Entwicklungsziele für die nächsten Jahre ("Seoul Agenda") zu verabschieden. Beides hat auf hohem Niveau bei großer Gastfreundschaft des Gastgeberlandes stattgefunden.

23.06.2010 Pressemeldung Deutscher Kulturrat e.V.

Besondere Akzente der Weltkonferenz waren

  • Gleichwertigkeit von künstlerischer und wissenschaftlicher Bildung
  • Bildungspartnerschaften und Kooperationen
  • Forschungsaufgaben

und – quasi als roter Faden – in vielen Vorträgen und Workshop-Diskussionen

  • Betonung der sozialen und therapeutischen Dimension kultureller Bildung.

Leitidee war die der Kreativität als zentraler Disposition, gegenwärtige und zukünftige Herausforderungen bewältigen zu können. Bislang liegt die Ausformulierung der "Seoul-Agenda" noch nicht vor. Als zentrale Ziele gelten:

  • kulturelle Bildung als notwendige Ressource für die Bewältigung gesellschaftlicher Herausforderungen
  • Notwendigkeit einer hohen Qualität
  • Umsetzung des Zieles "kulturelle Bildung für alle".

Der Präsident des Deutschen Kulturrates und Direktor der Akademie Remscheid, Prof. Dr. Max Fuchs, war an den vorbereitenden europäischen Veranstaltungen in Wildbad Kreuth und in Berlin beteiligt und hat an der Weltkonferenz teilgenommen. Er sagt hierzu: "Inzwischen dürfte kulturelle Bildung zumindest auf der Ebene der UNESCO zu den anerkanntesten Bildungsfeldern gehören. Der Überblick über weltweite Entwicklungen in Seoul zeigt, dass Deutschland mit seiner gut entwickelten Infrastruktur kultureller Bildung in der Schul-, Kultur- und Jugendpolitik sich nicht zu verstecken braucht. Es kommt jetzt darauf an – gerade angesichts der Finanzkrise –, vorhandene Schwachstellen zu beseitigen und insgesamt eine Schädigung vorhandener Angebotsstrukturen zu vermeiden."

  • In der Juli/August-Ausgabe von politik und kultur, der Zeitung des Deutschen Kulturrates, finden Sie ein ausführliches Resümee der Konferenz von Max Fuchs ab Seite 11: www.kulturrat.de/puk/puk04-10.pdf

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