Ahnen: Gute Ausbildung in Berufsbildenden Schulen

"Die Landesregierung unternimmt seit Jahren in einer bundesweit schwierigen Gesamtlage sowohl auf dem Ausbildungsstellenmarkt als auch auf dem Lehrerarbeitsmarkt alles, um mit einer ganzen Reihe von Maßnahmen eine möglichst gute Unterrichtsversorgung auch in den Berufsbildenden Schulen (BBS) sicherzustellen. Und sie hat dabei mit ihren Konzepten durchaus Erfolg." Das unterstrich Bildungsministerin Doris Ahnen in der von der CDU-Fraktion beantragten "Aktuellen Stunde" im Landtag.

21.01.2005 Pressemeldung Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur, Rheinland-Pfalz

"Von fehlenden Konzepten kann keine Rede sein", sagte die Ministerin und verwies unter anderem auf die seit 2001 angelaufenen Programme zur Sicherung des Lehrernachwuchses über den Seiteneinstieg und den Quereinstieg, die Ausweitung der Seminarkapazitäten für angehende Lehrerinnen und Lehrer sowie die seit Jahren laufende Werbung für das Lehramt in Berufsbildenden Schulen beispielsweise in der jährlich aktualisierten Broschüre "Lehramtsstudium" für Abiturientinnen und Abiturienten. "Eine ganz wichtige Entscheidung wurde mit der Verabschiedung des Doppelhaushalts 2005/2006 durch den Landtag getroffen. Von den insgesamt damit bereitgestellten 200 zusätzlichen Lehrerstellen sind 100 für die Berufsbildenden Schulen vorgesehen", betonte Doris Ahnen.

Richtig sei, dass Rheinland-Pfalz - wie alle Bundesländer - vor besondere Herausforderungen bei der Sicherung der Unterrichtsversorgung an den Berufsbildenden Schulen gestellt werde, stellte die Bildungsministerin fest. So seien die Schülerzahlen im BBS-Bereich im laufenden Schuljahr um fast 1700 junge Menschen gegenüber dem Schuljahr 2003/2004 auf mittlerweile mehr als 119.600 Schülerinnen und Schüler gewachsen. Besonders stark wirke sich der Zuwachs in den Vollzeitbildungsgängen aus: Ein Plus von 2560 jungen Leuten habe in diesem BBS-Teilbereich die Zahl der Schülerinnen und Schüler auf fast 38.800 steigen lassen und die Klassenzahl um insgesamt 70 erhöht. Dies entspreche etwa 2100 Lehrerwochenstunden.

Dennoch sei es gelungen, dass die strukturelle Unterrichtsversorgung insgesamt an den Berufsbildenden Schulen sich nur leicht verschlechtert habe und der Unterrichtsausfall landesweit bei sieben Prozent liege. "Der Anstieg des Unterrichtsausfalls konnte begrenzt werden, weil wir erhebliche zusätzliche Ressourcen zur Verfügung gestellt haben", unterstrich Doris Ahnen. So seien - trotz angespanntem Lehrerarbeitsmarkt - 102 Lehrkräfte mehr eingestellt worden als zum Schuljahresende 2003/2004 ausgeschieden waren. Nach den letzten Einstellungen 2004 seien nunmehr 116 Frauen und Männer über den Seiten- und den Quereinstieg in der Ausbildungsphase für das Lehramt an Berufsbildenden Schulen, insgesamt seien 407 Referendarinnen und Referendare aktuell in der zweiten Phase ihrer Lehramtsausbildung.

"All das zeigt: Die Landesregierung unternimmt vielfältige Anstrengungen zur Sicherung der Unterrichtsversorgung", betonte Bildungsministerin Ahnen. "Und wir werden auch in Zukunft alles dafür tun, dass die Schülerinnen und Schüler in dem gerade zukunftsweisend reformierten System der Berufsbildenden Schulen eine gute Ausbildung erhalten."


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