Ahnen: Unterrichtsversorgung im Schuljahr 2004/2005 weiter auf hohem Niveau

"Die Unterrichtsversorgung in den allgemein bildenden Schulen des Landes kann im jetzt laufenden Schuljahr zum dritten Mal in Folge auf demselben hohen Niveau sichergestellt werden." Das unterstrich Bildungsministerin Doris Ahnen heute im Rahmen einer Pressekonferenz bei der Vorstellung der Ergebnisse der amtlichen Schulstatistik 2004/2005 für die allgemein bildenden Schulen.

17.11.2004 Rheinland-Pfalz Pressemeldung Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur, Rheinland-Pfalz

Mit einem Versorgungsgrad von 98,1 Prozent sei bei erstmals leicht sinkenden Schülerzahlen exakt derselbe Wert wie in den Schuljahren 2002/2003 und 2003/2004 erzielt worden. "Es zeigt sich, dass die Bemühungen von Ministerium und Schulaufsicht um eine möglichst optimale Versorgung der Schulen trotz bundesweit bestehender Probleme auf dem Lehrerarbeitsmarkt auch in diesem Jahr erfolgreich waren", unterstrich Doris Ahnen. Insgesamt seien zum jetzigen Schuljahresbeginn 1167 Lehrkräfte in Dauerbeschäftigungsverhältnisse neu eingestellt worden.

Die Versorgung der verschiedenen Schularten stelle sich wie folgt dar: An den Realschulen und in den mittlerweile 14 Schulen des Modellversuchs Duale Oberschule habe sich der Wert deutlich verbessert. An den Förderschulen, den Regionalen Schulen und den Integrierten Gesamtschulen sei die Unterrichtsversorgung etwas besser als im Vorjahr, an Gymnasien und Hauptschulen dagegen etwas schlechter. Die Grundschulen seien mit einem Versorgungsgrad von 99,8 Prozent weiterhin nahezu voll versorgt. Gleichzeitig sei in Hauptschulen, Realschulen, Regionalen Schulen, Förderschulen und Dualen Oberschulen die durchschnittliche Klassengröße leicht zurückgegangen, in Gymnasien und Integrierten Gesamtschulen leicht angestiegen.

Die Schülerzahlen zeigten eine differenzierte Entwicklung, sagte Doris Ahnen. Der Gesamtrückgang um rund 1000 Schülerinnen und Schüler auf 488.592 Kinder spiegele sich besonders stark in den Entwicklungen an den Hauptschulen und etwas weniger stark an Grund-, Real- und Förderschulen wider. Regionale Schulen, Duale Oberschulen, Integrierte Gesamtschulen und Gymnasien verzeichneten hingegen Schülerzuwächse. Dabei werde deutlich, dass die Rückgänge im Hauptschulbereich mit dem Ausbau der Regionalen Schulen, Dualen Oberschulen und Integrierten Gesamtschulen korrespondierten, die in der Regel aus Hauptschulen hervorgingen.

Das Land habe auch zu diesem Schuljahr die seit Jahren praktizierte kontinuierliche Einstellungspolitik im Schulbereich fortgesetzt, unterstrich Bildungsministerin Ahnen.

Zu den zum Beginn des laufenden Schuljahres vorgenommenen 1167 Einstellungen in Dauerbeschäftigungsverhältnisse seien durch die Übernahme von Grundschullehrerinnen und -lehrern aus Dreiviertel-Angestellten-Stellen auf volle Beamtenstellen nochmals umgerechnet 120 volle Stellen im Schuldienst gewonnen worden. An den allgemein bildenden Schulen hätten zudem 35 Seiteneinsteigerinnen und Seiteneinsteiger zum neuen Schuljahr eingestellt werden können. In den berufsbildenden Schulen (BBS) seien auf diesem Weg fünf Stellen besetzt worden. Daneben kämen der Unterrichtsversorgung im BBS-Bereich noch Einstellungen auf verschiedenen Wegen von insgesamt 146 Lehrkräften zugute, unterstrich Doris Ahnen. Die kompletten Daten zur Unterrichtsversorgung im berufsbildenden Schulbereich würden - wie in jedem Jahr - etwa einen Monat nach den Daten für die allgemein bildenden Schulen vorliegen.

Die Bildungsministerin unterstrich: "Auch weiterhin müssen wir uns anstrengen, um unsere Schülerinnen und Schüler mit gutem Unterricht zu versorgen, und wir werden das tun. Der momentan im Landtag beratene Haushaltsentwurf der Landesregierung schafft dafür gute Voraussetzungen, denn er sieht 200 neue Planstellen - davon die Hälfte für die berufsbildenden Schulen - sowie 150 neue Stellen für Lehramtsanwärterinnen und -anwärter vor." Eine gute Unterrichtsversorgung sei allerdings ohne die außerordentlichen Anstrengungen vor allem der Lehrerinnen und Lehrer, der Schulleitungen und der Schulaufsicht nicht möglich, betonte Doris Ahnen abschließend und verband dies mit einem ausdrücklichen Dank an alle Genannten.

Anlage:

Ergebnisse der Schulstatistik für die allgemein bildenden Schulen im Schuljahr 2004/2005 (.pdf-Format)


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