Ahnen: Vergleichsarbeiten testen Kompetenzen in Mathematik und Deutsch bei rund 42.000 Viertklässlerinnen und Viertklässler in den Grundschulen
In allen etwa 1.900 vierten Grundschulklassen in Rheinland-Pfalz heißt es am morgigen Dienstag und dann wieder am Donnerstag: Heute ist VERA-Tag! Nachdem 2003 erstmals rund 43.500 Viertklässlerinnen und Viertklässler im ganzen Land mit den an der Universität Koblenz-Landau entwickelten Vergleichsarbeiten (VERA) auf ihre mathematischen Kompetenzen überprüft worden waren, stellen sich in diesem Jahr alle jetzt gut 42.000 Schülerinnen und Schüler in vierten Grundschulklassen detaillierten Kompetenztests in Mathematik und in Deutsch. An "VERA 2004" beteiligen sich zudem die Länder Berlin, Bremen, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein.
27.09.2004 Rheinland-Pfalz Pressemeldung Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur, Rheinland-Pfalz"Die Vergleichsarbeiten sind ein wichtiger Beitrag zur Qualitätsentwicklung der Schulen. Die Auswertung der Ergebnisse von 2003 hat in den Schulen direkt, aber auch über die Landesstichprobe für alle Grundschulen landesweit wichtige Erkenntnisse gebracht, die den Unterricht und vor allem die individuelle Förderung von Schülerinnen und Schülern, die Leistungsbewertung sowie die Lehreraus- und Lehrerfortbildung beeinflussen werden," unterstrich Bildungsministerin Doris Ahnen und ergänzte: "Durch die Tatsache, dass sich sechs weitere Bundesländer dem Konzept VERA angeschlossen haben, wird auch die Standardsicherung über Ländergrenzen hinweg vorangetrieben."
Nach dem VERA-Konzept wird die Hälfte der insgesamt 20 Aufgaben aus dem "geeichten" Aufgabenpool, der von Fachdidaktikern und erfahrenen Grundschulpraktikerinnen und -praktikern erarbeitet wurde, zentral vorgegeben. Die restlichen Aufgaben werden von den Lehrkräften der jeweiligen Schule aus demselben Pool unter Berücksichtigung der verschiedenen Aufgaben- und Kompetenzbereiche nach festgelegten Kriterien ausgewählt.
Die Auswertung der Vergleichsarbeiten erfolgt in den Schulen selbst auf der Basis einheitlicher Vorgaben. Besonders interessant dürfte dabei die vertiefende Fehleranalyse sein, für die Handreichungen zur Verfügung gestellt werden, um Förderprozesse intensivieren zu können. Die Lehrkräfte, die einen Auswertungsstudientag bewilligt bekommen haben, werden auch konkret durch internetbasierte Auswertungshilfen unterstützt. Den Eltern werden die Ergebnisse ihres Kindes zur Verfügung gestellt und von den Lehrkräften erläutert.
Landesweite und länderübergreifende Ergebnisse und Entwicklungen werden auf der Basis von jährlich wechselnden "Zentralstichproben" in den teilnehmenden Ländern ermittelt. "Ein Ranking von Schulen oder Klassen findet nicht statt", betonte Doris Ahnen und ergänzte: "Es geht darum, die pädagogische Arbeit in Bezug auf den Rahmenplan zu reflektieren und daraus Schlüsse für den Unterricht und die Förderung des einzelnen Kindes zu ziehen."
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