Bayern stellt im Schuljahr 2005/06 knapp 4.300 Lehrkräfte ein

Zum Schuljahr 2004/05 wird Bayern über alle Schularten hinweg knapp 4.300 Lehrkräfte anstellen - das sind rund 700 mehr als im Vorjahr. "Mit dieser großen Zahl an Neueinstellungen sichern wir die Unterrichtsversorgung in Bayern auf hohem Niveau", sagte Kultusminister Siegfried Schneider am Dienstag in München. "Zugleich bieten wir fast 75 % der Lehramtsbewerber eine Stelle im staatlichen Schuldienst. Diese solide Einstellungspolitik trotz angespannter Haushaltssituation zeigt, dass Bayern der Bildungspolitik auch weiterhin Priorität einräumt", sagte Schneider.

19.07.2005 Bayern Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus

Schulartübergreifend können nach den jetzt weitgehend abgeschlossenen Planungen 3.207 Bewerberinnen und Bewerber mit einer festen Anstellung rechnen. Darunter erhalten 2.324 Kandidaten eine feste Planstelle, 810 so genannte Superverträge mit einer Garantie auf Übernahme in den staatlichen Schuldienst nach einem Jahr und für 68 Bewerber gibt es Drei-Viertel-Verträge mit Einstellungsgarantie; ferner sind 5 unbefristete Angestelltenverträge vorgesehen. Darüber hinaus können 1.087 Bewerbern befristete Beschäftigungsmöglichkeiten im Angestelltenverhältnis angeboten werden.

In den unterschiedlichen Schularten stellt sich die Situation im kommenden Schuljahr wie folgt dar:

Für die Grundschule liegen 1.679 Bewerbungen vor, von denen 717 auf den aktuellen Prüfungsjahrgang und 753 auf die Warteliste entfallen - 209 sonstige Bewerber kommen noch hinzu. Von allen Bewerbern werden 1.218 in den staatlichen Schuldienst übernommen. 968 Bewerber davon können in das Beamtenverhältnis auf Probe berufen werden. Weitere 250 Bewerber können ab dem 07.11.2005 mit einem befristeten Arbeitsvertrag (ohne Zusage einer späteren Verbeamtung) beschäftigt werden. Die Beschäftigungsquote liegt damit bei 73% (Vorjahr: 58 %).

Für eine unbefristete Einstellung (Verbeamtung) ist für die Prüfungsteilnehmer aus dem laufenden Jahrgang eine Note von 2,39 erforderlich.

Im Bereich der Hauptschule liegen 486 Bewerbungen vor, von denen 247 auf den aktuellen Prüfungsjahrgang und 86 auf die Warteliste entfallen; hinzu kommen 153 sonstige Bewerber. Alle Bewerber werden in den staatlichen Schuldienst übernommen. 436 werden im Schuljahr 2005/06 in das Beamtenverhältnis auf Probe berufen. Hinzu kommen 50 Lehrkräfte, die sich für eine Nachqualifikation für das Lehramt an Hauptschulen beworben haben. Die Beschäftigungsquote liegt damit bei 100% (Vorjahr: 58 %).

Für eine unbefristete Einstellung (Verbeamtung) ist für die Prüfungsteilnehmer aus dem laufenden Jahrgang eine Note von 3,50 erforderlich.

An den Förderschulen werden von den 699 Bewerbern 442 in den staatlichen Schuldienst übernommen. 116 erhalten eine feste Planstelle, 326 eine befristete Beschäftigungsmöglichkeit.

Die Einstellungsnoten für die Volks- und Förderschulen sind auch im Internet unter der Adresse [www.km.bayern.de/km/stellen/aktuell] abrufbar.

Bei der Realschule werden zum Schuljahr 2005/06 voraussichtlich von 773 Bewerbern, darunter 283 aus dem laufenden Prüfungsjahrgang und 74 von der Warteliste sowie 416 sonstige Bewerber, 403 in den staatlichen Realschuldienst, übernommen: 40 Bewerber erhalten eine feste Planstelle, 300 einen so genannten Supervertrag und 63 ein befristetes Beschäftigungsverhältnis.

Beim Gymnasium bestehen insgesamt gute Einstellungsmöglichkeiten. Von den 1.665 Bewerbern, darunter 600 aus dem laufenden Prüfungsjahrgang, 545 von der Warteliste sowie 520 freie Bewerber, können 1.185 in den staatlichen Schuldienst übernommen werden. Von ihnen erhalten 480 eine feste Planstelle, 420 einen Supervertrag mit festem Ort sowie 90 einen Supervertrag zur Aufstockung der Mobilen Reserve. Darüber hinaus können 190 befristete Beschäftigungsmöglichkeiten angeboten werden. Auch in den nächsten Jahren werden die Einstellungschancen in den meisten Fächerverbindungen sehr gut sein.

An den staatlichen beruflichen Schulen stehen den 444 Bewerbern mit der Befähigung für das Lehramt an beruflichen Schulen, davon 313 aus dem laufenden Prüfungsjahrgang und 31 von der Warteliste, 224 Einstellungsmöglichkeiten gegenüber. Die Einstellungsmöglichkeiten setzen sich aus 68 Planstellen, 48 Drei-Viertel-Superverträgen und 108 Jahresverträgen zusammen.

Dazu kommen noch 150 Einstellungsmöglichkeiten für Lehrkräfte mit der Befähigung für das Lehramt an Gymnasien. Sie teilen sich in 30 Planstellen, 20 Drei-Viertel-Superverträge und 100 Jahresverträge auf. Damit stehen den staatlichen beruflichen Schulen insgesamt 374 Einstellungsmöglichkeiten im Umfang von 98 Planstellen, 68 Drei-Viertel-Superverträgen und 208 Jahresverträgen zur Verfügung.


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