Bildungsstaatssekretär Wolfgang Meyer Hesemann: Ausbau der Sprachförderung wird durch Modellprojekt für Migrantenkinder in Schulen gestärkt

"Die Förderung von Schülerinnen und Schüler von nichtdeutschen Eltern ist eine Querschnittsaufgabe, die nur gelingen kann, wenn alle an einem Strang ziehen", so Wolfgang Meyer-Hesemann, Staatssekretär im Ministerium für Bildung und Frauen heute (23. August) bei der Auftaktveranstaltung zu einem Modellprojekt für die Sprachförderung von Migrantenkindern in den Schulen. Ziel des Projektes im Rahmen des Programms "Förderung von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund" (FörMig) der Bund-Länder-Kommission für Bildungsplanung und Forschungsförderung (BLK) ist der Aufbau von Sprachfördernetzwerken in den Städten Kiel, Lübeck, Flensburg und Norderstedt. Es läuft vier Jahre (bis 2009) und wird mit insgesamt rund 270.000 Euro von der BKL gefördert.

24.08.2005 Schleswig-Holstein Pressemeldung Ministerium für Schule und Berufsbildung des Landes Schleswig-Holstein

Meyer Hesemann: "Mit dem Modellprojekt haben wir die Möglichkeit im Rahmen des "Integrativen Sprachförderkonzeptes" neben dem geplanten Ausbau der vorschulischen Sprachförderung die bereits laufenden Aktivitäten an den Schulen unter dem Titel "Deutsch als Zweitsprache" qualitativ zu verbessern." Diese geschehe vor allem durch eine intensivere Koordinierung der Projekte und aller schulischer und außerschulischer Kooperationspartnern, so der Staatssekretär. "Ein Gesamtkonzept der sprachlichen Förderung an Schulen ist unser Ziel", betonte Wolfgang Meyer-Hesemann und appellierte an die anwesenden Vertreterinnen und Vertretern der Schulaufsicht, des Institutes für Qualitätssicherung, Migratenvereinen, Volkshochschulen und anderen Akteuren, die Chancen für mehr Zusammenarbeit zu nutzen."

"Wir müssen gemeinsam verhindern, dass Schülerinnen und Schüler aufgrund ihrer Sprachprobleme von höheren Bildungsgängen ausgeschlossen werden. Die Förderung von Kindern nichtdeutscher Eltern ist eine Herausforderung für alle Schulen, nicht nur der Hauptschulen", bekräftigte Staatssekretär bei der Auftaktveranstaltung. Die Landesregierung investiere in den kommenden fünf Jahren 27 Millionen Euro in die Sprachförderung, vor allem vor dem Schulbeginn. Dennoch bedürfe es auch in der Schule weitere Unterstützung für Kinder, um die deutsche Sprache richtig zu beherrschen.


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