Drei Bundesländer unterzeichnen Vereinbarung über die Kooperation in der Lehrplan-Arbeit für die Qualifikationsphase der gymnasialen Oberstufe

Nach der erfolgreichen Erarbeitung gemeinsamer Rahmenlehrpläne für die Grundschule haben die Bundesländer Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern am Montag, dem 13. September 2004, vereinbart, die Kooperation bei der Erarbeitung von Lehrplänen für die Qualifikationsphase der gymnasialen Oberstufe fortzusetzen.

13.09.2004 Brandenburg Pressemeldung Ministerium für Bildung, Jugend und Sport des Landes Brandenburg

Die Vereinbarung wurde bei einer Fachtagung im Rahmen des Dreiländerprojekts von Klaus Böger (Senator für Bildung, Jugend und Sport, Berlin), Steffen Reiche (Minister für Bildung, Jugend und Sport, Brandenburg) und Prof. Dr. Dr. med. Hans-Robert Metelmann (Minister für Bildung, Wissenschaft und Kultur, Mecklenburg-Vorpommern) unterzeichnet. Nationale und internationale curriculare Entwicklungen sowie unterschiedliche Strukturen der Qualifikationsphase in den beteiligten Bundesländern führten zu der Entscheidung, im Rahmen der Lehrplan-Arbeit Kerncurricula zu gestalten, die wesentliche Ziele und Inhalte des Unterrichts in der Qualifikationsphase beschreiben, ohne auf differierende Organisationsformen einzugehen.

Die Erarbeitung erfolgt durch die Landesinstitute für Schule und Medien Berlin und Brandenburg sowie durch das Landesinstitut für Schule und Ausbildung Mecklenburg-Vorpommern. Grundlage ist das vorliegende Eckpunkte-Papier.

In den Fächern Deutsch, Englisch, Französisch, Russisch, Polnisch, Spanisch, Latein, Mathematik, Physik, Biologie, Chemie, Informatik, Kunst, Musik, Sport, Geographie/Erdkunde werden für die drei Länder gemeinsame Kerncurricula erstellt.

Die Kerncurricula für die Fächer Deutsch, Englisch, Mathematik sowie für Biologie werden jeweils in Gruppen mit je einem Vertreter aus den drei Bundesländern erarbeitet, die übrigen werden arbeitsteilig in jeweils einem der drei Länder entwickelt und ausgetauscht.

Über die oben genannten Fächer hinaus können die Länder bilaterale Vereinbarungen treffen.

Die Inkraftsetzung aller Kerncurricula, deren Anhörungsfassungen bis zum 30. September 2005 erstellt sein werden, erfolgt zum Schuljahresbeginn 2006/2007.

Die bildungspolitische Steuerung des Gesamtprozesses erfolgt durch eine Lenkungsgruppe, in der jeweils die Bildungsministerien von Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern sowie die Senatsbildungsverwaltung Berlin, die Landesinstitute und die Projektgruppe vertreten sind.

Die inhaltlich-fachliche Planung, Organisation und Steuerung der Arbeitsprozesse sowie die Abstimmung grundsätzlicher Fragen obliegt einer Projektgruppe, die aus je zwei Vertretern der Landesinstitute besteht.

Mit der Unterzeichnung des Vertrags verpflichten sich die Bildungsminister sowie der Bildungssenator dieses Vorhaben persönlich zu begleiten und in den beteiligten Ländern notwendig werdende strukturelle Entscheidungen zu treffen.


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