EU-Bildungsministerrat für mehr Mobilität in Europa

Der Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung, Wolf-Michael Catenhusen, spricht sich für ein gemeinsames europäisches Bildungsprogramm für Schule, Hochschule, berufliche Bildung und Weiterbildung aus. "Um die Wirkung der europäischen Zusammenarbeit zu erhöhen, müssen die Programme für alle Bereiche zusammengeführt und die Mobilität der Menschen verstärkt werden", sagte Catenhusen am Freitag anlässlich einer Sitzung des EU-Bildungsministerrates in Brüssel. "Für Deutschland als das Land mit den meisten europäischen Anrainerstaaten ist der Informationsaustausch über die Entwicklung in den Bildungssystemen und Arbeitsmärkten Europas sowie die Begegnung mit ihren europäischen Nachbarn im Zeitalter der globalisierten Wissensgesellschaft von zentraler Bedeutung."

28.05.2004 Pressemeldung Bundesministerium für Bildung und Forschung

Er begrüßte Vorschläge der Kommission für eine neue Generation der Programme im Bereich der allgemeinen und beruflichen Bildung. Damit sollen ab dem Jahr 2007 die Programme Sokrates (Schule, Hochschule und Erwachsenenbildung) und Leonardo da Vinci (berufliche Aus- und Weiterbildung) in einem integrierten Programm zusammengefasst werden.

Catenhusen verwies zugleich darauf, dass die Förderung auf Bereiche konzentriert werden müsse, in denen auf gemeinschaftlicher Basis bessere Ergebnisse erzielt werden als national oder bilateral möglich sind. "Den europäischen Bildungsraum zu verwirklichen bedeutet, Menschen in Schule, Ausbildung, Studium und Beruf darin zu unterstützen, Angebote europaweit nutzen zu können. Daher muss die Förderung der Mobilität ein Schwerpunkt der neuen Programmgeneration werden. Zudem sollte die Programmverwaltung weiter dezentralisiert und vereinfacht werden."

Der Staatssekretär mahnte zugleich einen besseren Informations- und Erfahrungsaustausch an. So könnten modellhafte Projekte der EU auch national genutzt werden. "Der europäische Studierendenaustausch hat die breite Einführung der Bachelor- und Masterstudiengänge erheblich voran gebracht." Hier müssten sich die Kommission und die Mitgliedsstaaten künftig noch stärker um einen besseren Transfer guter Programmergebnisse bemühen.

Zahlen und Fakten zur deutschen Beteiligung an den Bildungsprogrammen der EU

Das Interesse an einem Auslandsaufenthalt nimmt sowohl bei den Studierende als auch bei den Auszubildenden weiter zu.

Seit Beginn des Erasmus Programms im Jahr 1987 sind bis 2002 rund 180.00 deutsche Studierende für ein Studium im europäische Ausland gefördert worden. Europaweit waren es über eine Million. Allein im Jahr 2002 gingen mit Erasmus 17.000 deutsche Studierende und 2200 Hochschuldozenten an eine europäische Partnerhochschule. Gleichzeitig waren mit Unterstützung des Schulprogramms Comenius 7.700 Lehrer und Schüler von allgemeinbildenden Schulen im europäischen Ausland. Erasmus und Comenius sind Teile des Sokrates-Progamms.

Leonardo: Seit Beginn des Programms im Jahr 1995 sind bis 2002 rund 40.000 Auszubildende, Studierende (mit Praktika) und Ausbilder für einen berufsqualifizierenden Aufenthalt im europäischen Ausland gefördert worden. Im Jahr 2002 nahmen 8.300 Deutsche an dem Programm teil.

Weitere Informationen im Internet:

Die deutsche Bund-Länder-Stellungnahme zum Kommissionsentwurf sowie die KOM-Mitteilung 7351/04 finden Sie [hier]

Weitere Informationen über europäische Bildungsprogramme erhalten Sie 28.05.2004 [Pressemitteilung 112/2004]

EU-Bildungsministerrat für mehr Mobilität in Europa

Catenhusen: "Programme für alle Bildungsbereiche zusammenführen"

Der Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung, Wolf-Michael Catenhusen, spricht sich für ein gemeinsames europäisches Bildungsprogramm für Schule, Hochschule, berufliche Bildung und Weiterbildung aus. "Um die Wirkung der europäischen Zusammenarbeit zu erhöhen, müssen die Programme für alle Bereiche zusammengeführt und die Mobilität der Menschen verstärkt werden", sagte Catenhusen am Freitag anlässlich einer Sitzung des EU-Bildungsministerrates in Brüssel. "Für Deutschland als das Land mit den meisten europäischen Anrainerstaaten ist der Informationsaustausch über die Entwicklung in den Bildungssystemen und Arbeitsmärkten Europas sowie die Begegnung mit ihren europäischen Nachbarn im Zeitalter der globalisierten Wissensgesellschaft von zentraler Bedeutung."

Er begrüßte Vorschläge der Kommission für eine neue Generation der Programme im Bereich der allgemeinen und beruflichen Bildung. Damit sollen ab dem Jahr 2007 die Programme Sokrates (Schule, Hochschule und Erwachsenenbildung) und Leonardo da Vinci (berufliche Aus- und Weiterbildung) in einem integrierten Programm zusammengefasst werden.

Catenhusen verwies zugleich darauf, dass die Förderung auf Bereiche konzentriert werden müsse, in denen auf gemeinschaftlicher Basis bessere Ergebnisse erzielt werden als national oder bilateral möglich sind. "Den europäischen Bildungsraum zu verwirklichen bedeutet, Menschen in Schule, Ausbildung, Studium und Beruf darin zu unterstützen, Angebote europaweit nutzen zu können. Daher muss die Förderung der Mobilität ein Schwerpunkt der neuen Programmgeneration werden. Zudem sollte die Programmverwaltung weiter dezentralisiert und vereinfacht werden."

Der Staatssekretär mahnte zugleich einen besseren Informations- und Erfahrungsaustausch an. So könnten modellhafte Projekte der EU auch national genutzt werden. "Der europäische Studierendenaustausch hat die breite Einführung der Bachelor- und Masterstudiengänge erheblich voran gebracht." Hier müssten sich die Kommission und die Mitgliedsstaaten künftig noch stärker um einen besseren Transfer guter Programmergebnisse bemühen.

Zahlen und Fakten zur deutschen Beteiligung an den Bildungsprogrammen der EU

Das Interesse an einem Auslandsaufenthalt nimmt sowohl bei den Studierende als auch bei den Auszubildenden weiter zu.

Seit Beginn des Erasmus Programms im Jahr 1987 sind bis 2002 rund 180.00 deutsche Studierende für ein Studium im europäische Ausland gefördert worden. Europaweit waren es über eine Million. Allein im Jahr 2002 gingen mit Erasmus 17.000 deutsche Studierende und 2200 Hochschuldozenten an eine europäische Partnerhochschule. Gleichzeitig waren mit Unterstützung des Schulprogramms Comenius 7.700 Lehrer und Schüler von allgemeinbildenden Schulen im europäischen Ausland. Erasmus und Comenius sind Teile des Sokrates-Progamms.

Leonardo: Seit Beginn des Programms im Jahr 1995 sind bis 2002 rund 40.000 Auszubildende, Studierende (mit Praktika) und Ausbilder für einen berufsqualifizierenden Aufenthalt im europäischen Ausland gefördert worden. Im Jahr 2002 nahmen 8.300 Deutsche an dem Programm teil.

Weitere Informationen im Internet:

Die deutsche Bund-Länder-Stellungnahme zum Kommissionsentwurf sowie die KOM-Mitteilung 7351/04 finden Sie [hier]

Weitere Informationen über europäische Bildungsprogramme erhalten Sie [hier]


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