Kritik

GEW: Kürzung der Erwachsenen- und Weiterbildung um 8% nicht hinnehmbar

Die Etats zur Förderung von anerkannten Weiterbildungseinrichtungen und -Programmen im Bremer Bildungshaushalt sollen um 8 Prozent gekürzt werden.

19.02.2024 Pressemeldung GEW Bremen
  • Verschiedene Geldscheine sind übereinander aufgefächert. © www.pixabay.de

Das bedeutet unter Berücksichtigung der seit vielen Jahren nominell gleichgebliebenen Zuwendungen und der massiven Inflation in den letzten beiden Jahren faktisch eine Reduzierung um mindestens 20 Prozent.

Diese Kürzung der „freiwilligen“ Zuwendungen (weil gesetzlich nicht exakt vorgeschrieben) der Bildungsbehörde gefährden in starkem Maße insbesondere die stadtbremischen Weiterbildungseinrichtungen, die allgemeine, kulturelle und politische Bildung, demokratische Grundbildung und Integration betreiben.

„Besonders nachdem die Bundesregierung im Herbst schon die Förderung politischer Bildungsarbeit drastisch eingeschränkt hat, schwächen diese zusätzlichen Kürzungen in Bremen die Arbeit für Demokratiebildung und gegen die aktuellen und kontinuierlichen rechtsextremen Bestrebungen gegen Demokratie und Menschenrechte“, warnt der Sprecher der GEW-Fachgruppe Weiterbildung Hajo Kuckero.

Politiker:innen demokratischer Parteien verlangen allerorten, dass die Menschen für Demokratie und Menschenrechte einstehen – die GEW Bremen fordert, dass die demokratischen Parteien und ihre Vertreter:innen ihren Teil dazu beitragen und die allgemeine, kulturelle und politische Bildung für Demokratie und Menschenrechte nicht schwächen, sondern verstärken.

Die geplanten Kürzungen schränken die Arbeit wichtiger Bildungseinrichtungen wie Volkshochschule, Arbeit und Leben, WISOAK u.a. deutlich ein und würden möglicherweise ihre Existenz gefährden.

„Darüber hinaus sind auch der Lebensunterhalt und die Arbeitsplätze der sowieso oft unter prekären Bedingungen arbeitenden ‚freien‘ Honorar-Lehrkräfte stark gefährdet“, ergänzt Kuckero.

Ansprechpartner

GEW Bremen

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