GEW: "Wieder nur Sprüche"

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) hat die Widersprüche in der Hochschulpolitik der Länder kritisiert. "Die Kultusminister glänzen mit Sprüchen, aber nicht mit Lösungen", sagte GEW-Vorsitzender Ulrich Thöne mit Blick auf die 311. Kultusministerkonferenz, die heute zu Ende gegangen ist.

14.10.2005 Pressemeldung Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft

"Im internationalen Vergleich wollen die Kultusminister mehr Studierende, um die Ziele der Lissabon-Strategie zu erreichen. Tatsächlich wird an fast allen Hochschulen der Numerus Clausus ausgeweitet", sagte Thöne. Die KMK prognostiziere steigende Studierendenzahlen, will aber gleichzeitig das Hochschulbauförderungsgesetz abschaffen. Dieses würde finanzschwächeren Ländern erlauben, die räumlichen Ausbildungskapazitäten zu erweitern.

Die KMK wolle die Studienbewerber auf Hochschulen und Regionen besser verteilen, ist aber gleichzeitig dabei, die Zentrale Vergabe für Studienplätze (ZVS) abzuschaffen, unterstrich Thöne: "Wir setzen uns für den Erhalt der ZVS ein, sie sorgt für die gerechte Vergabe von Studienplätzen." Die Kultusminister wüssten nicht, wie man das Lehrangebot angesichts steigender Studienanfängerzahlen erweitern soll und verlangen von den Hochschulen, zusätzlich zwei Abiturientenjahrgänge in einem Jahr aufzunehmen.

Die KMK verlange, Studienabbrecherquoten zu reduzieren und verweigert gleichzeitig Tutorien für Kleingruppenarbeit und eine grundlegende Veränderung der Personalstrukturreform, so Thöne. Sie fordert, den Berufseinstieg für die Hochschulabsolventen zu erleichtern und ist nicht in der Lage, künftigen Bachelor- und Masterabsolventen sinnvolle Beschäftigungsbedingungen zu attraktiven Konditionen anzubieten.


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