Grundschul-Standorte stehen fest
Nach Anhörung der Kommunen stehen die Grundschul-Standorte jetzt fest: An 215 Standorten werden zum nächsten Schuljahr Schulanfänger eingeschult.
06.07.2005 Saarland Pressemeldung Ministerium für Bildung und Kultur SaarlandIm Saarland wird es zum neuen Schuljahr 160 Hauptstandorte, 29 ständige Dependancen und 48 auslaufende Dependancen geben. Kinder, die bislang an letzteren in die Schulen gehen, werden grundsätzlich dort weiterhin unterrichtet. An vielen dieser auslaufenden Dependancen wird sogar noch ein- oder zweimal eingeschult.
Das bedeutet nur geringfügige Änderungen gegenüber der Studie des Kultusministeriums vom Mai 2005.
Die Gemeinden haben den Grundschul-Veränderungen überwiegend zugestimmt: Nur in 40 Prozent der Fälle erfolgte keine Zustimmung. In 60 Prozent gaben die Kommunen "Grünes Licht". Im Amtsblatt des Saarlandes sind heute die entsprechenden Erlasse veröffentlicht, bei Nicht-Zustimmung sind den Gemeinden Anordnungen zugestellt worden.
Die Städte und Gemeinden sind als rechtlich Verantwortliche gefordert, dafür zu sorgen, dass zu Beginn des Schuljahres die Klassenräume hergerichtet sind und der Schulbus-Verkehr reibungslos funktioniert.
Das Kultusministerium bestellt für die neuen Schulen die verantwortlichen Schulleitungen kommissarisch. Sie werden am Freitag dieser Woche ihre Bestellungsschreiben erhalten. Ab sofort sind sie schon in Zusammenarbeit mit ihren Kolleginnen und Kollegen, den Kommunen und dem Kultusministerium für die Vorbereitung des nächsten Schuljahres (Klassenbildung, Stundenplan, Lehrereinsatz etc.) für die neue Grundschule mit all ihren Standorten verantwortlich. Gleichzeitig sind sie auch die Ansprechpartner für die Eltern. Mit der kommissarischen Schulleitung sind in der Regel die Rektorinnen und Rektoren betraut worden, die bisher schon am Hauptstandort der neuen Schule Schulleiter gewesen sind.
Mit dem neuen Schuljahr wird sich das Bildungsangebot aller Grundschulen entscheidend verbessern. Alle Kinder werden mehr Unterricht und mehr Förderung erhalten: In den ersten beiden Klassenstufen wird es zukünftig jeden Tag eine Stunde Deutsch, eine Stunde Mathematik und eine Stunde Förderunterricht geben. Ein für Eltern besonders wichtiger Punkt wird die Verlässlichkeit der Grundschule sein mit dem Ziel, dass Kinder nicht mehr überraschend früher nach Hause kommen oder später in die Schule gehen, als es ihr Stundenplan vorsieht.
Mit der amtlichen Veröffentlichung findet eine Reform ihren Abschluss, die für viel Diskussionsstoff gesorgt hat.
Kultusminister Jürgen Schreier hat die Reform erneut als unumgänglich und die Auswirkungen der Umstrukturierung für die Eltern und Schüler als zumutbar bezeichnet. Kritik am Verfahren wies er als unbegründet zurück. Noch nie sei ein so schwieriger Prozess der Umorganisation so transparent gemacht worden. Mit den Elternvertretungen, den Schulleitungen, den Gemeinden, den Schulkonferenzen, den Schulregionkonferenzen, den Lehrerkollegien und Personalräten habe das Ministerium in einem ständigen und intensiven Dialog gestanden. Zudem habe die Reform ermöglicht, dass 7,5 Mio. Euro für die Qualitätsverbesserung für alle Grundschüler eingesetzt werden können.
Jürgen Schreier abschließend: "Trotz der Konzentration der Schul-Standorte werden die Schulwege im Saarland nicht zu weit, die Klassen nicht zu groß. Aber die Qualität des schulischen Angebots wird für alle Kinder deutlich gesteigert. Deshalb ist die "Grundschule der Zukunft" eine bessere Grundschule für alle Kinder."
Nähere Informationen unter www.bildung.saarland.de.
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