HRK: Neue Rekordzahlen bei Studierenden zu erwarten

Die Hochschulrektorenkonferenz hat auf ihrer Plenarsitzung am 14. Juni in Berlin die sich neuerdings abzeichnenden mittelfristigen Entwicklungen bei den künftigen Studierendenzahlen diskutiert. Im Ergebnis forderte HRK-Präsident Professor Dr. Peter Gaehtgens am folgenden Tag im Rahmen einer Pressekonferenz in Berlin die Politik nachdrücklich auf, angesichts des absehbaren Anstiegs der Studierendenzahlen durch geeignete Maßnahmen Vorsorge zu treffen.

15.06.2005 Pressemeldung Hochschulrektorenkonferenz

"Anhand der vorliegenden Zahlen wird deutlich, dass die Hochschulen allein den Anstieg bei den Studierendenzahlen nicht bewältigen können", erklärte Gaehtgens. "Der Bologna-Prozess fordert verbesserte, nicht verschlechterte Betreuungsrelationen. Die Hochschulen standen schon einmal vor der Aufgabe, einen Studentenberg "untertunneln" zu sollen. Die daraus resultierenden Folgen tragen noch heute zu unzureichenden Lehr- und Studienbedingungen bei. Die zentrale Verantwortung dafür, dass die notwendigen zusätzlichen Mittel zur Verfügung stehen werden, liegt bei den Ländern."

Die Kultusministerkonferenz sei bei Ihren Prognosen bisher von einem moderaten Anstieg der Studierendenzahlen von jetzt knapp zwei Millionen auf 2,26 Millionen im Jahr 2013 ausgegangen. Neueste Schätzungen gehen aber von einem deutlich höheren Anstieg aus. Hinzu komme, dass die Zahlen voraussichtlich bis 2020 auf dem höheren Niveau bleiben werden.

Zu dieser Entwicklung tragen unter anderem die demographische Entwicklung, die doppelten Abiturjahrgänge aufgrund der Schulzeitverkürzung sowie verändertes Wahlverhalten bei der Entscheidung zur Aufnahme eines Studiums bei. Darüber hinaus sind eine anhaltende Migration sowie die stark unterschiedliche demographische Prognose für die starke Heterogenität der Entwicklung in den Bundesländern zu berücksichtigen.


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