IGS Pansdorf: Land will Ausbau und Umwidmung der Realschule Ratekau mit maximal fünf Millionen Euro unterstützen

Die Landesregierung hat heute (31. Januar) beschlossen einen Erweiterungsbau an der Realschule Ratekau für die Aufnahme der Integrierten Gesamtschule (IGS) Pansdorf mit einem Anteil von maximal fünf Millionen Euro mitzufinanzieren. Bildungsministerin Ute Erdsiek-Rave: "Mit dem Ausbau des Gebäudes der Realschule Ratekau und der Übernahme der Schulträgerschaft durch die Gemeinde Ratekau wäre eine langfristig gesicherte Standortentscheidung für die IGS getroffen."

01.02.2006 Schleswig-Holstein Pressemeldung Ministerium für Schule und Berufsbildung des Landes Schleswig-Holstein

Die Ministerin äußerte sich zuversichtlich, dass der ostholsteinische Kreistag dieser Regelung zustimmen werde, damit die Zeit der Unsicherheit für Schülerinnen und Schüler, für die Eltern und die Lehrkräfte endlich vorüber sei. Der nächste fünfte Jahrgang der IGS Pansdorf könnte bereits in dem Gebäude der jetzigen Realschule untergebracht werden. "Diese Lösung ist auch aus Sicht der Regionalplanung und der Schulentwicklungsplanung als sinnvoll einzustufen", so die Ministerin.

Im Streit um die Errichtung der IGS Pansdorf hatte zuletzt das Verwaltungsgericht im Oktober 2005 einen Vergleichsvorschlag unterbreitet, der im wesentlichen vorsah, dass der Kreis und das Land einen über die Schulbauförderung hinausgehenden Baukostenzuschuss von jeweils bis zu fünf Millionen Euro zahlen. Daraufhin waren Land und Kreis erneut in Verhandlungen eingetreten. Parallel dazu hatte die Gemeinde Ratekau ihre Interesse an der Übernahme der Gesamtschule l bekundet.

Die ursprünglich dreizügige Realschule in Ratekau verzeichnet seit Jahren einen massiven Rückgang der Schülerzahlen. Die Gemeinde beabsichtigt daher, das Gebäude der Pansdorfer IGS zur Verfügung zu stellen und die Schulträgerschaft für die Gesamtschule zu übernehmen. Bereits am 14. Dezember vergangenen Jahres hatte die Gemeinde einen entsprechenden Beschluss gefasst. Schülerinnen und Schüler, die zurzeit die Realschule besuchen, bleiben von der neuen Planung unberührt. Die Realschule bleibt neben der Gesamtschule als auslaufende eigenständige Einheit bestehen. Die Schülerinnen und Schüler können dort ihren Abschluss erhalten.

Die Landesregierung hat das Bildungsministerium ermächtigt, einen Finanzierungs-vertrag zu unterzeichnen, der die Errichtung einer vierzügigen IGS mit gymnasialer Oberstufe am Standort Ratekau ermöglicht. Damit kann kurzfristig die notwendige Grundlage für die Arbeiten am Erweiterungsbau der Realschule Ratekau geschaffen werden, damit dieser zum Schuljahresbeginn 2008/09 fertig gestellt ist.


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