Internet 2010: Deutsche haben realitätsnahe Visionen
Das Internet ist mit 55 Prozent Internet-Nutzern in Deutschland als Alltagsmedium etabliert. Jetzt zünden die Onliner mit der Breitbandtechnologie die nächste Raketenstufe der Internet-Nutzung. Höherer Datentransfer und weitere Anwendungsmöglichkeiten eröffnen ihnen neue Möglichkeiten der Internet-Nutzung. Das Internet verschmilzt zunehmend mit anderen Medien. Diese und weitere Trends zeigen die Ergebnisse des Sonderthemas "Internet 2010: Visionen online leben" im (N)ONLINER Atlas 2005.
22.06.2005 Pressemeldung Initiative D21 e. V.Wenn die deutschen Internet-Nutzer danach gefragt werden, wie sie sich das Internet im Jahr 2010 vorstellen, dann steht mit 93 Prozent der Traum nach einem kostenlosen Internetzugang an erster Stelle. An zweiter Stelle träumen 91 Prozent davon, jederzeit und überall hin kostenlos zu telefonieren. Auf Platz drei nennen die deutschen Onliner den Abruf von Fernsehprogrammen aus dem Internet.
An "On demand Spielfilmen" - also der Videothek im Internet - finden 54 Prozent Gefallen. Einkaufen via Handy, so wie heute schon beim Online-Shopping, ist derzeit eher noch Zukunftsmusik. Gegenwärtig gefällt diese Idee nur 30 Prozent der Onliner. In fünf Jahren finden sie bereits 40 Prozent vorstellbar. Jedem zweiten Onliner gefällt die Vorstellung, das Handy als mobile Geldkarte zu nutzen, um damit etwa Automatengetränke oder Parkgebühren bezahlen zu können. Die Möglichkeit, den Aufenthaltsort von Personen über das Handy ermitteln zu können, verursacht dagegen 54 Prozent der Onliner eher Alpträume.
Wie die onlinefähigen Endgeräte der Zukunft aussehen, können sich die deutschen Onliner nur schwer vorstellen. 76 Prozent der Internet-Nutzer gefällt die Idee eines intelligenten Navigationssystems für unterwegs, das Verkehrshindernisse erkennt und gleich eine alternative Route vorschlägt. Auch einen handlich kleinen Computer, der das Telefonieren, Surfen sowie das Schreiben und Versenden von E-Mails möglich macht, sähen 50 Prozent der Onliner gerne bis zum Jahre 2010 realisiert.
"Anwendungen der Video-Telefonie für Privathaushalte, Online-Behördengänge, politische Wahlen per Internet oder die Regulierung von Heizungsanlagen per Handy werden unseren Alltag schleichend revolutionieren und sind in modernen Staaten vermutlich nur noch eine Frage der Zeit", sagt Gerald Odoj, Leiter Kommunikation von Siemens COM.
"Damit diese Träume Wirklichkeit werden, müssen allerdings die von den Onlinern genannten Nutzungshemmnisse aus dem Weg geräumt werden", sagt Nina Fluck, Projektleiterin des (N)ONLINER Atlas 2005. Nach den Hemmnissen einer problemlosen Internet-Nutzung befragt, sehen die Internet-Nutzer zu 53 Prozent vor allem die als zu teuer empfundene Nutzung des Mediums Internet. Auch die Sicherheitsbedenken sind hoch: 51 Prozent haben Angst vor Computer-Viren und 48 Prozent vor unerlaubtem Datenzugriff. Wer nur einen schmalbandigen Zugang nutzt, findet den Seitenaufbau zu langsam. Zwölf Prozent geben den fehlenden Breitband-Anschluss am Wohnort als Hindernis einer verbesserten und intensiveren Internet-Nutzung an. Überhaupt ins Internet zu gelangen, welche einzelnen Schritte man unternehmen muss und welche technischen Voraussetzungen für einen Internetzugang erfüllt sein müssen, empfinden zwölf Prozent der Internet-Nutzer als schwierig.
Projektleitung (N)ONLINER Atlas:
Nina Fluck, TNS Infratest
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f +49 (0)521 9257 333
e
www.nonliner-atlas.de
(N)ONLINER Atlas
Der "(N)ONLINER Atlas 2005" ist eine gemeinsame Untersuchung von Initiative D21 und TNS Infratest mit freundlicher Unterstützung von Siemens, Fujitsu Siemens Computers, Frauen geben Technik neue Impulse e.V. und des Bundesministeriums für Wirtschaft und Arbeit. Im fünften Jahr seines Erscheinens beleuchtet der (N)ONLINER Atlas erneut die Welt der Onliner, Nutzungsplaner und Offliner und verdeutlicht Unterschiede der Internet-Nutzung in Deutschland. Im Mittelpunkt der mit erstmals 50.000 Interviews deutschlandweit größten Studie stehen die Zahlen der Internet-Nutzung nach Bundesland, Regierungsbezirk, Alter, Geschlecht, Einkommen, Bildungsstand und Beschäftigung. Erstmals wird die Internet-Nutzung auch nach Postleitzahlengebieten ausgewiesen. Der diesjährige Sonderteil befasst sich mit dem Thema: "Internet 2010: Visionen online leben".
Ein Exemplar der Print-Ausgabe des "(N)ONLINER Atlas 2005: Eine Topographie des digitalen Grabens durch Deutschland" kann gegen Zusendung eines frankierten DIN A4 Rückumschlages an Kathleen Hiller, Stichwort (N)ONLINER Atlas, In den Wiesen 10, 29575 Altenmedingen kostenlos bestellt werden. Weitere Informationen unter www.nonliner-atlas.de
Journalisten erhalten den (N)ONLINER Atlas 2005 als PDF gegen Registrierung über die Internetseite www.nonliner-atlas.de.
Initiative D21
Die Initiative D21 ist Deutschlands größte Partnerschaft zwischen Politik und Wirtschaft (Public Private Partnership). In diesem "Netzwerk für die Zukunft" initiieren und begleiten mehr als 400 Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Unternehmen, Vereinen und anderen Einrichtungen gemeinnützige Projekte wie den Girls' Day oder den (N)ONLINER Atlas. Mit ihrem Engagement wollen sie die Rahmenbedingungen für einen schnellen und erfolgreichen Wandel zur Informations- und Wissensgesellschaft verbessern und so Deutschland international wettbewerbs- und zukunftsfähiger machen. Die Initiative D21 ist ein eingetragener Verein mit Sitz in Berlin. Sie besteht seit 1999. Weitere Informationen unter www.initiatived21.de
TNS Infratest
TNS Infratest ist Mitglied der TNS Gruppe (Taylor Nelson Sofres, London) und gehört damit zu einer der führenden Marktforschungs- und Beratungsgesellschaften der Welt. Für die Auftraggeber aus Automobil und Verkehr, Pharmamarkt, Informationstechnik und Medien, Finanzforschung, Konsum- und Gebrauchsgüterindustrie, sowie der Medien-, Politik- und Sozialforschung liefert TNS Infratest seit mehr als 50 Jahren "Beratung durch Forschung" und damit den Management Support für Wissensvorsprung und Entscheidungssicherheit. Weitere Informationen unter www.tns-infratest.com
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