'Jede Stunde zählt' weiter erfolgreich

"Wir haben Wort gehalten. Ein Jahr nach dem Start der Initiative 'Jede Stunde zählt' können wir eine erfolgreiche Bilanz ziehen" sagte Bildungsministerin Ute Erdsiek-Rave heute (21. September) in Kiel. "Das Versprechen der Landesregierung, den Unterrichtsausfall an den Grundschulen weitestgehend zu vermeiden und eine deutliche Reduzierung in den übrigen Schularten zu erreichen, ist voll eingelöst worden", betonte die Ministerin.

21.09.2004 Schleswig-Holstein Pressemeldung Ministerium für Soziales, Gesundheit, Wissenschaft und Gleichstellung

"Wir haben Wort gehalten. Ein Jahr nach dem Start der Initiative 'Jede Stunde zählt' können wir eine erfolgreiche Bilanz ziehen" sagte Bildungsministerin Ute Erdsiek-Rave heute (21. September) in Kiel. "Das Versprechen der Landesregierung, den Unterrichtsausfall an den Grundschulen weitestgehend zu vermeiden und eine deutliche Reduzierung in den übrigen Schularten zu erreichen, ist voll eingelöst worden", betonte die Ministerin. An den Grundschulen lag der Unterrichtsausfall im gesamten Schuljahr 2003/04 bei 1,17 Prozent, an den Schulen der Sekundarstufe I verringerte er sich im zweiten Schulhalbjahr 2003/04 um rund 40 Prozent. Insgesamt konnte der Unterrichtsausfall auf 2,77 Prozent gesenkt werden. Der Landesrechnungshof (LRH) hatte 2001/02 eine Quote von 5,2 Prozent ermittelt. Die Ministerin: "Im Durchschnitt ist der Unterrichtsausfall über alle Schulen hinweg um etwa die Hälfte gesunken".

Im Einzelnen bedeutet dies:

  • Eine Reduzierung bei den Grundschulen von 3,7 Prozent (LRH) auf 1,17 Prozent.
  • Grund- und Hauptschulen von 4,7 Prozent (LRH) auf 1,95 Prozent,
  • bei den Hauptschulen von 5,6 Prozent (LRH) auf 3,56 Prozent,
  • bei den Realschulen von 5,8 Prozent (LRH) auf 3,37 Prozent,
  • bei den Gymnasien von 6,3 Prozent (LRH) auf 3,38 Prozent,
  • bei den Gesamtschulen von 4,8 Prozent (LRH) auf 3,2 Prozent
  • insgesamt also von 5,2 Prozent (LRH) auf 2,77 Prozent.

Um den Unterrichtsausfall zu reduzieren, hatte die Landesregierung zu Beginn des vergangenen Schuljahres einen Vertretungsfonds aufgelegt. 2004 und 2005 werden insgesamt 24,2 Millionen Euro zur Verfügung gestellt.

Erdsiek-Rave: "Dies Bilanz zeigt, wir haben den richtigen Weg gewählt und unsere Schulen machen mit. Ohne deren geschicktes Vertretungsmanagement wären wir nicht so weit gekommen". Der Erfolg gehe zu über der Hälfte auf schulinterne Lösungen zurück. Zugleich seien in vielen Fällen kurzfristig Vertretungskräfte eingestellt worden. Rund 1.500 Verträge wurden mit fachlich und pädagogisch geeigneten Kräften abgeschlossen. Erdsiek-Rave: "Diese Menschen werden in den Schulen häufig als Bereicherung verstanden. Das Geld des Vertretungsfonds wurde und wird auch zukünftig effektiv eingesetzt".

Bewährt habe sich auch das Online Datenbank-Informationssystem ODIS, so die Ministerin. Mit diesem bundesweit einmaligen Instrument melden die Schulen Unterrichtsausfall und Art und Umfang des Vertretungsunterrichts jeden Monat an das Bildungsministerium. Man erhalte so nicht nur einen Überblick über die Entwicklung an den einzelnen Schulen, sondern könne im Bedarfsfall auch direkt unterstützen und Schulen beim Vertretungsmanagement oder dem Einsatz von Vertretungskräften helfen.


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