Kulturelle Kinder- und Jugendarbeit sorgt in der offenen Ganztagsschule für Qualität

Die offene Ganztagsschule wird immer mehr auch zu einem Ort der kulturellen Kinder- und Jugendarbeit. Schul- und Jugendministerin Ute Schäfer: "Kulturelle Bildung überzeugt durch ihren ganzheitlichen Ansatz. Sie ist Persönlichkeitsbildung, trägt bei zum sozialen Lernen, fördert Kreativität und Fantasie und lässt Kinder neue Welten, Perspektiven und Horizonte entdecken."

17.01.2005 Pressemeldung Ministerium für Schule und Bildung des Landes Nordrhein-Westfalen

Ministerin Ute Schäfer eröffnet heute im Düsseldorfer Stadtmuseum den vierten Workshop des Ministeriums für Schule, Jugend und Kinder zur Qualitätsentwicklung in der offenen Ganztagsschule. Auf der Grundlage der Rahmenvereinbarungen des Ministeriums mit dem LandesMusikRat (LMR), dem Landesverband der Musikschulen (LVdM) und der Landesvereinigung kulturelle Jugendarbeit (LKJ) werden erste Ergebnisse und Auswertungen präsentiert und mit Vertreterinnen und Vertretern der Praxis diskutiert.

Kulturelle Bildung präsentiert sich in der offenen Ganztagsschule mit Angeboten, die mehr sind als Bildung nach Stundenplan. Sie präsentiert sich in der Schule, in Museen, Jugendkunstschulen, Musikschulen, dem örtlichen Theater oder Tanzhaus. Künstlerinnen und Künstler, Autorinnen und Autoren sind willkommene Gäste in den Schulen.

In der offenen Ganztagsschule besteht genug Gelegenheit, die Kinder in die Konzeption und Umsetzung kultureller Projekte einzubinden. Die offene Ganztagsschule geht einen großen Schritt weiter als die bisherigen Programme zur Öffnung von Schule. Sie sorgt für Verlässlichkeit und Kontinuität, dauerhafte Partnerschaften zwischen Schule und Einrichtungen der kulturellen Kinder- und Jugendarbeit; sie gibt der Öffnung von Schule den Rahmen, der aus punktuellen und zeitlich begrenzten Projekten ein zusammenhängendes Schulprogramm entstehen lässt.

Kulturelle Bildung in der offene Ganztagsschule schafft ein Gegengewicht zu unserer Beschleunigungsgesellschaft. Sie verlangsamt systematisch die Tempi von Wahrnehmung und Produktion. Ministerin Ute Schäfer: "Wir müssen die Wahrnehmungsfähigkeit von Kindern systematisch und nachhaltig schulen und ihnen Auswahlkriterien an die Hand geben, um die allgegenwärtige Bild- und Tonüberflutung zu beherrschen. Die offene Ganztagsschule ist mit ihrem Zeitkonzept eine große Chance, die kreativ-produktiven Kräfte der Kinder zu wecken, zu fördern und zu stärken." Die Workshops sind Teil eines Gesamtsystems zur Qualitätsentwicklung im Ganztag, an dem sich die Schulaufsicht, die Landesjugendämter, das Landesinstitut für Schule, das Institut für soziale Arbeit, die Bund-Länder-Kommission für Bildungsplanung und Forschungsförderung und die Deutsche Kinder- und Jugendstiftung beteiligen. Der vorerst letzte der fünf Workshops findet statt am 27. Januar 2005 in Bielefeld in der Ravensberger Spinnerei zum Thema "Toben macht schlau - Bewegung, Spiel und Sport in der offenen Ganztagsschule".

Weitere Informationen: www.bildungsportal.nrw.de und www.ganztag.nrw.de und in den Ausgaben 10/2002 und 12/2003 des Newsletters "GanzTag", erhältlich über die Broschürenstelle des Ministeriums für Schule, Jugend und Kinder.


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