Kultusminister genehmigt Ausweitung des Islamischen Religionsunterrichts
"Das erste Jahr unseres Schulversuchs Islamischer Religionsunterricht hat sich als überaus positiv erwiesen. Angesichts der hohen Akzeptanz bei Eltern, Kindern, Schulen und Schulträgern entsprechen wir dem vielfach geäußerten Wunsch, ihn auch für die künftigen ersten Klassen der beteiligten Grundschulen anzubieten und zusätzlich den laufenden Schulversuch auf die Klassenstufe 3/4 auszuweiten", teilte der Niedersächsische Kultusminister Bernd Busemann heute (03.09.2004) in Hannover mit.
03.09.2004 Niedersachsen Pressemeldung Niedersächsisches KultusministeriumBereits seit Beginn des Schuljahrs 2003/2004 wird an acht Grundschulen im Land staatlich verantworteter Religionsunterricht für muslimische Kinder in deutscher Sprache angeboten. Insgesamt nehmen bislang 187 Kinder an dem ursprünglich auf vier Jahre angelegten Schulversuch teil. "Die erste Zwischenbilanz hat deutliche Belege für die Integrationswirkung des Islamischen Religionsunterrichts parallel zu evangelischen und katholischer Religion ergeben. Die muslimischen Kinder und ihre Eltern fühlen sich stärker in die Schulgemeinschaft einbezogen und bringen sich ein. Auch innerhalb der Fachkonferenzen Religion hat sich eine gute Zusammenarbeit der Lehrkräfte entwickelt", stellte Busemann fest.
An einigen der Grundschulen im Schulversuch nehmen über 90 Prozent der muslimischen Kinder am islamischen Religionsunterricht teil.
"Wir wollen den Schülerinnen und Schülern muslimischen Glaubens ein Religionsunterrichtsangebot machen, das den verfassungsmäßigen und schulgesetzlichen Voraussetzungen entspricht. Nach der Auswertung des nun um ein Jahr verlängerten Schulversuchs, wird zu entscheiden sein, ob daraus ein ordentliches Lehrfach werden kann", so Busemann.
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