Kultusminister legt Daten zur aktuellen Unterrichtsversorgung vor

"Auch im zweiten Halbjahr des Schuljahres 2004/2005 haben wir wieder eine Unterrichtsversorgung von annähernd 100 Prozent erreicht. Exakt beträgt die durchschnittliche rechnerische Unterrichtsversorgung landesweit 99,7 Prozent", teilte der Niedersächsische Kultusminister Bernd Busemann heute in Hannover mit.

15.03.2005 Niedersachsen Pressemeldung Niedersächsisches Kultusministerium

Die jetzt vorgelegten Zahlen beruhen auf der Erhebung vom 10. Februar 2005. "Die Abteilung Braunschweig der Landesschulbehörde liegt genau im Landesdurchschnitt mit 99,7 Prozent. Die Abteilung Hannover erreicht volle 100 Prozent. Die Abteilung Lüneburg kommt auf Grund der bekannten Probleme mit der Mobilität vieler Bewerberinnen und Bewerber auf 98,5 Prozent und die Abteilung Weser-Ems in Osnabrück kommt auf 100,3 Prozent", erläuterte Busemann die regionalen Daten. Der Minister verwies in diesem Zusammenhang auf die bereits umgesetzten eingeleiteten Maßnahmen zur Verbesserung der Schulqualität in Niedersachsen. So seien etwa die Stundentafeln in allen Schulformen aufgestockt worden. Zugleich sei das Kultusministerium mit rund 50 Millionen Euro an der zwingend erforderlichen Sanierung der Landesfinanzen beteiligt. "Wie angekündigt erbringen wir unsere Einsparauflage weitgehend mit personalwirtschaftlichen Maßnahmen. Deshalb habe ich zum 1. Februar 2005 lediglich einen schmalen Einstellungskorridor offen gehalten. Wir werden aber im weiteren Verlauf dieses Jahres insgesamt 1.740 Stellen neu besetzen. Gut 50 Stellen halten wir darüber hinaus als Reserve zurück, um gegebenenfalls bei einzelnen Engpässen noch nachsteuern zu können", betonte Busemann. Um möglichen punktuellen Problemen wie zum Beispiel längerfristigen Erkrankungen einzelner Lehrkräfte begegnen zu können, habe er 18 Mio. Euro an Feuerwehrmitteln freigegeben. "Damit können wir rund 600 angestellte Kräfte beschäftigen", stellte Busemann fest.

In den beiden letzten Jahren habe Niedersachsen insgesamt 7425 Lehrkräfte neu eingestellt und liege damit auch im bundesweiten Vergleich ganz vorn. Die vielen Neueinstellungen junger Leute, insbesondere junger Frauen hätten einen Nebeneffekt. "Die Zahl der im Mutterschutz befindlichen Lehrkräfte, die sich bis zum Schuljahresbeginn 2003 immer um 300 bewegt hatte beträgt zum 10. Februar 2005 nun 523. So familienpolitisch erwünscht und erfreulich für unsere Bevölkerungsstatistik in Niedersachsen das auch ist: Wir müssen diese fehlenden Lehrerstunden ersetzen", machte Busemann deutlich.


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