Kultusministerin Hohlmeier informiert Verbände von den Kreuther Beschlüssen zur Schulpolitik

Einen Tag nach Beendigung der Klausurtagung der CSU hat Kultusministerin Monika Hohlmeier heute in München die Vertreter von Lehrer- und Elternverbänden über die Beschlüsse der CSU-Fraktion zur Schulpolitik informiert. Die Lehrerverbände haben die Bereitstellung von zusätzlichen Kapazitäten für die Unterrichtsversorgung durchgehend begrüßt.

19.01.2005 Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus

Ziel war es, den Verbänden die beschlossenen Maßnahmen zur Verbesserung der Unterrichtsversorgung näher zu erläutern. In den sehr konstruktiven Gesprächen konnten noch offene Fragen geklärt und Anregungen der Verbände beispielsweise zur Gestaltung des Arbeitszeitkontos aufgenommen werden. Insbesondere mahnten die Verbände eine gute Unterrichtsversorgung auch über das Schuljahr 2005/06 hinaus an.

Aufgrund der Kreuther Beschlüsse können Kapazitäten im Umfang von mehr als 800 Lehrerstellen geschaffen werden. 500 Stellen stehen zusätzlich zur Verfügung, davon werden 300 über zusätzliche Mittel und 200 solidarisch von allen Ressorts finanziert. Darüber hinaus werden mehr als 300 Stellen durch verschiedene organisatorische Maßnahmen gewonnen. Dazu gehören

  • der Abbau von Minderklassen mit weniger als 16 Schülern im Berufsschulbereich (80 Stellen),
  • die Kürzung der Kollegstufenanrechnungen an den Gymnasien (50 Stellen) sowie
  • die Erhöhung des eigenverantwortlichen Unterrichts der Referendare (57 Stellen).

Die Ministerin machte noch einmal deutlich, dass das in Kreuth dargestellte und beschlossene Konzept nicht nur die Sicherung der Unterrichtsversorgung im kommenden Schuljahr gewährleistet, sondern auch einen Schritt hin zur weiteren Stärkung der individuellen Förderung von Schülerinnen und Schülern bedeutet. So sollen etwa Studenten im Laufe ihres Studiums zwei Semester lang einen Tag in der Woche an einer Schule zur individuellen Förderung von Schülerinnen und Schülern zur Verfügung stehen und jeweils in Absprache mit den Lehrkräften zusätzliche Angebote machen. Ein solches Modell wird bisher im Rahmen des Projekts "Exercitium Paedagogicum" in Zusammenarbeit mit den Universitäten in Passau, Augsburg und Regensburg erprobt. Das Projekt wird von der Stiftung Bildungspakt unterstützt und in den nächsten Jahren auf alle Universitäten ausgeweitet. Auch Referendare werden zukünftig verstärkt zur individuellen Förderung eingesetzt. Die Ministerin betonte noch einmal, dass die letztgenannten Maßnahmen eine Ausweitung der Förderangebote ermöglichten und nicht nur die normale Unterrichtsversorgung sicherstellen.


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