Kultusministerium zu der vom Bayerischen Philologenverband in Auftrag gegebenen Umfrage

Die Befriedigung, mit der der Bayerische Philologenverband nach dem gelungenen Start des neuen achtjährigen Gymnasiums Umfrageergebnisse präsentiert, ist befremdlich. Es ist offensichtlich, dass dem Philologenverband daran gelegen ist, seine kritische Haltung gegenüber dem achtjährigen Gymnasium zu rechtfertigen. Er wäre aber schon im eigenen Interesse als Vertretung der bayerischen Gymnasiallehrkräfte besser beraten, in der Öffentlichkeit herauszustellen, welche Qualitäten das neue Gymnasium umfasst und welche neuen Gestaltungsspielräume für Schule und Unterricht sich mit seiner Einführung ergeben. Dass die neue Schulform eine außergewöhnlich hohe Akzeptanz bei den Eltern erfährt, beweist der unerwartet hohe Schülerzuwachs am achtjährigen Gymnasium von 2,1%.

16.09.2004 Bayern Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus

Für die Feststellung, dass die Arbeit der Lehrkräfte in den letzten Jahren nicht einfacher geworden ist, hätte es vor dem Hintergrund der allgemeinen gesellschaftlichen Entwicklungen keiner Umfrage bedurft. Ohne Frage zeigen die Lehrkräfte an den einzelnen Schularten in Bayern in ihrer täglichen Arbeit einen herausragenden Einsatz, der nicht hoch genug geschätzt werden kann. Unbestritten ist aber auch, dass die Unterrichtspflichtzeit der bayerischen Gymnasiallehrer im Ländervergleich noch immer im unteren Bereich liegt. Die Erhöhung der Unterrichtspflichtzeit um 1 Stunde, die seit Beginn dieses Schuljahres Lehrkräfte bis zum Alter von 50 Jahren gilt, ist in haushaltspolitisch schwierigen Zeiten und aus Verantwortung gegenüber den kommenden Generationen notwendig geworden. Sie trifft im Übrigen nicht allein die Lehrkräfte, sondern alle bayerischen Beamten in demselben Maße.


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