Landeslehrpreis 2005 an Berufsakademien verliehen

Der Ministerialdirektor im Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst, Wolfgang Fröhlich, hat im Rahmen einer Feierstunde in der Berufsakademie Ravensburg den Landeslehrpreis 2005 an Berufsakademien verliehen.

05.12.2005 Baden-Württemberg Pressemeldung Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg

Der mit insgesamt 15.000 Euro dotierte Lehrpreis, der dieses Jahr zum zweiten Mal vergeben wird, ging an Prof. Dr. Renate Dendorfer sowie gemeinsam an Prof. Dr. Michael Bächle und Prof. Dr. Arthur Kolb. Die Preisträger lehren an der Berufsakademie Ravensburg. Das Preisgeld ist für dienstliche Zwecke bestimmt und kommt damit wiederum der Lehre und den Studierenden zu Gute.

"Die Berufsakademie Baden-Württemberg ist ein Erfolgsmodell für akademische Lehre und stellt eine attraktive Ausbildung auf dem Arbeitsmarkt dar", hob Ministerialdirektor Fröhlich hervor. In ihrer inzwischen dreißigjährigen Geschichte haben die Berufsakademien im Land über 75.000 Absolventinnen und Absolventen hervorgebracht, die über sehr gute Arbeitschancen verfügen. Nicht wenige von ihnen haben bereits Spitzenstellungen in der Wirtschaft erreicht. Mit einem Altersdurchschnitt von unter 24 Jahren beim Berufseintritt hätten die Absolventen gegenüber Hochschulabsolventen deutliche Startvorteile, so der Amtschef des Ministeriums. Das dreijährige Intensivstudium ermögliche, Teamfähigkeit und Sozialkompetenz zu erwerben und methodisches Handeln zu erlernen. Weitere entscheidende Vorteile ergäben sich aus den frühzeitigen Kontakten zur beruflichen Praxis in den Ausbildungs-Partnerbetrieben. Der Erfolg dieser Ausbildung lasse sich, so Fröhlich, daran ablesen, dass von den diesjährigen Absolventinnen und Absolventen der Berufsakademie Ravensburg rund 80 % mit Abschluss des Studiums bereits einen Arbeitsplatz vorweisen konnten.

Die aus Professoren und einem Studierenden zusammengesetzte Jury ließ sich bei ihrer Entscheidung von den Kriterien Originalität, Nachhaltigkeit, Didaktik und positive Evaluation leiten. Die diesjährigen Preisträger, die alle an der Berufsakademie Ravensburg lehren, sind:

  • Prof. Dr. Renate Dendorfer, Berufsakademie Ravensburg

Prof. Dr. Dendorfer hat das fachrichtungs- und jahrgangsstufenübergreifende Kontaktstudium "Wirtschaftsmediator" initiiert, das eine freiwillige Weiterbildungsmöglichkeit innerhalb der Berufsakademie Ravensburg darstellt und mit dem Zertifikat "Wirtschaftsmediator (BA)" abschließt. Das 150 Unterrichtseinheiten umfassende Kontaktstudium spricht mit unterschiedlichsten Lehrmethoden wie Rollenspielen, Teamarbeit, Brainstorming, Fallbeispielen, Diskussionen, verschiedensten Moderations- und Präsentationstechniken sowohl kognitive als auch affektive Lernbereiche an. Unter den Studierenden, aber auch zwischen den Studierenden und den Lehrenden hat sich so nach einhelliger Meinung eine Gruppendynamik entwickelt, die sich außerordentlich positiv auf die Aufnahme- und Lernfähigkeit auswirkt. Durch die Einrichtung einer Kontaktstelle für Mediation an der Berufsakademie Ravensburg können die Studierenden und die Dozenten der Berufsakademie Streitigkeiten außergerichtlich beilegen, was die Gemeinschaft der Lehrenden und Lernenden weiter verstärkt.

  • Prof. Dr. Michael Bächle und Prof. Dr. Arthur Kolb, Berufsakademie Ravensburg

Prof. Dr. Bächle und Prof. Dr. Kolb haben begonnen den Studiengang Wirtschaftsinformatik durch ein professionelles Prozessmanagement und eine kontinuierliche Qualitätsüberwachung auszubauen. Bestandteil dieses Maßnahmenkatalogs ist beispielsweise die Veranstaltung zur Einführung in die Wirtschaftsinformatik, die durch ein Learning-Management-System erfolgt. Seit 2001 wird erfolgreich eine lebendige, virtuelle Community betrieben, die spezielle Fragen und Antworten zum Studium zeitnah diskutiert und die Studierenden mit aktuellen Informationen zu den Vorlesungen versorgt. Die Studierenden nutzen diese Plattform, um eigenverantwortlich einen Meeting Point zu moderieren, in welchem sich z. B. Umfragen zur Meinungsfeststellung finden oder abendliche Treffs in der Praxisphase vereinbart werden. Die beiden Professoren betreiben sechs Online-Foren für Studierende und die Alumni-Arbeit. Der Kontaktpflege mit ehemaligen Studierenden und Absolventen kommt im Studiengang Wirtschaftsinformatik eine große Bedeutung zu.


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