Landesvorstand der GEW will Entscheidungsempfehlung zu Lehrertarifvertrag beraten:

Nach dem die Landesregierung auf die Aufforderung von GEW und DBB-Tarifunion, einem verhandelbaren Vorschlag anzubieten, negativ reagiert hat, will der Landesvorstand der Bildungsgewerkschaft GEW am morgigen Mittwoch, eine Mitgliederbefragung auf den Weg bringen.

29.05.2007 Sachsen-Anhalt Pressemeldung GEW Sachsen-Anhalt

"Da keinerlei Entgegenkommen seitens der Landesregierung zu erkennen ist, gehe ich davon aus, dass der Landesvorstand den Mitgliedern empfehlen wird, für die Kündigung des Tarifvertrages zu votieren", sagte GEW-Landeschef Thomas Lippmann.
Die Umsetzung einer solchen Empfehlung und die dann zu vollziehende Kündigung des Tarifvertrages, die bis zum 31. Juli möglich ist, würde bedeuten, dass nur noch im kommenden Schuljahr nach den Konditionen des jetzigen Tarifvertrages gearbeitet wird. Ab dem Schuljahr 2008/09 bestände wieder für alle Lehrkräfte des Landes Anspruch auf Vollbeschäftigung.

Finanzstaatssekretär Christian Sundermann hatte vor wenigen Tagen in einem offiziellen Schreiben eine Wiederaufnahme der Verhandlungen, die am 12. März abgebrochen worden waren, nur zu den damals durch die Gewerkschaften abgelehnten Bedingungen für möglich gehalten.

Information:

Der Arbeitsplatzsicherungstarifvertrag für die Lehrkräfte in Sachsen-Anhalt gilt für die ca. 13.000 angestellten Lehrkräfte an allgemeinbildenden Schulen. Er sieht eine Reduzierung von Arbeitszeit und Vergütung gegen Kündigungsschutz vor. Er schloss sich an eine Teilzeitvereinbarung von 1992 und einen ähnlichen Tarifvertrag von 1997 an.
Die GEW und die DBB-Tarifunion hatten zu Beginn des Jahres die Landesregierung zu Nachverhandlungen des seit 2003 gültigen Tarifvertrages aufgefordert, nachdem klar geworden war, dass mit der derzeit gültigen Berechnungsmethode für die Arbeitszeit der Lehrkräfte die Unterrichtsversorgung und die derzeit bestehenden Förderangebote an den Grund- und Förderschulen nicht gewährleistet werden können. An den Sekundarschulen und Gymnasien wäre es zu Absenkungen der Arbeitszeit und damit der Gehälter von 10 bis 15 Prozent gekommen, die die Gewerkschaften für sozial unverträglich halten.
Mit dem letzten Arbeitgeberangebot sollten die reduzierten Arbeitszeiten und Gehälter, insbesondere für die Sekundarschulen und die Gymnasien, weit über die Laufzeit des geltenden Tarifvertrages hinaus konserviert werden.

Ansprechpartner

GEW Sachsen-Anhalt

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