Leibniz-Preise 2005

Prof. Dr.-Ing. Wolfgang Peukert (Universität Erlangen-Nürnberg), Prof. Dr. Peter B. Becker (Universität München) und Prof. Dr. Günther G. Hasinger (Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik, Garching) erhalten den mit 1,55 Mio. € höchstdotierten deutschen Förderpreis. "Der Leibniz-Preis 2005 geht an drei herausragende bayerische Forscherpersönlichkeiten.

03.12.2004 Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst

Er würdigt ihre bisherigen Leistungen und ermöglicht Ihnen, ihre wissenschaftlichen Arbeiten noch schneller voranzubringen und weiter auszubauen", erklärte Bayerns Wissenschaftsminister Thomas Goppel am Freitag in München. Der Minister hob hervor, dass die Verleihung der Leibniz-Preise 2005 auch eine Auszeichnung des Wissenschaftsstandorts Bayern sei. "Bayern ist das einzige Land der Bundesrepublik, in das gleich drei Preise gehen", so Goppel.

Ziel des Leibniz-Programms, das 1985 eingerichtet wurde, ist es, die Arbeitsbedingungen herausragender Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zu verbessern, ihre Forschungsmöglichkeiten zu erweitern, sie von administrativem Arbeitsaufwand zu entlasten und ihnen die Beschäftigung besonders qualifizierter jüngerer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zu erleichtern. Der Preis ist für experimentell und mit apparativem Aufwand arbeitende Wissenschaftler mit 1,55 Millionen EUR dotiert. Stärker theoretisch arbeitende Wissenschaftler erhalten etwa 770.000 EUR. Die Förderung wird nur auf Vorschlag Dritter gewährt. Die Entscheidung über die Preisträger trifft der Bewilligungsausschuss für die Allgemeine Forschungsförderung der Deutschen Forschungsgemeinschaft.

Die bayerischen Preisträger des Gottfried Wilhelm Leibniz-Preises 2005: Prof. Dr.-Ing. Wolfgang Peukert hat bei der Erforschung der physikalischen und chemischen Grundlagen der Wechselwirkung zwischen Partikeln an der Schnittstelle von Grundlagenforschung und Anwendung große Erfolge erzielt. Wolfgang Peukert ist seit 2003 an der Universität Erlangen-Nürnberg Inhaber des Lehrstuhls für Feststoff- und Grenzflächenverfahrenstechnik.
Der Biochemiker Prof. Dr. Peter B. Becker geht der Frage nach, wie sich die Verpackung der DNA im Zusammenhang mit der Regulierung von Genaktivitäten verändert. Die Forschungsergebnisse sind von großer Bedeutung für das Verständnis der Genaktivitäten bei der Entstehung von Krebs oder der embryonalen Entwicklung. Peter Becker hat seit 1999 den Lehrstuhl für Molekularbiologie am Adolf-Butenandt-Institut für Physiologische Chemie der Ludwig-Maximilians-Universität München inne.
Prof. Dr. Günther G. Hasinger gehört weltweit zu den führenden Wissenschaftlern in der Röntgenastronomie. Im Jahr 2002 gelang es dem Astrophysiker und seinem Team zum ersten Mal, in einer fernen Galaxie das bevorstehende Verschmelzen zweier supermassiver Schwarzer Löcher nachzuweisen. Günther Hasinger ist seit 2001 Direktor des Max-Planck-Instituts für extraterrestrische Physik in Garching.


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