Lokschuppen in Freilassing

765.000 Euro hat Kunstminister Thomas Goppel für die Instandsetzung des Lokschuppens Westendstr. 3 in Freilassing (Regierungsbezirk Oberbayern) aus dem Entschädigungsfonds der Denkmalpflege bewilligt. Der Entschädigungsfonds der Denkmalpflege wird gemeinsam vom Freistaat Bayern und den Kommunen getragen.

29.03.2005 Bayern Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst

Das Bahnbetriebswerk Freilassing, zu dem der Lokschuppen gehört, entstand durch die Verlegung der 1860 in Salzburg entstandenen Lokstation der Kgl. Bayerischen Staatsbahn von Salzburg nach Salzburghofen (seit 1923: Freilassing). Am 1.7.1902 wurde mit dem Bau der neuen Betriebswerkstätte begonnen, am 1.10.1905 ging sie in Betrieb. Die Anlage diente sowohl der Stationierung von Dampflokomotiven (im Jahr 1910 waren 51 Dampflokomotiven hier stationiert) als auch der Wartung von Reisezugwaggons. Nach und nach wurde Salzburghofen-Freilassing vom Eisenbahnknotenpunkt zur wachsenden Stadt. Insofern handelt es sich bei dem Bahnbetriebswerk mit dem Lokschuppen zugleich um Gründungsbauten für die Entwicklung des heutigen Freilassing.

Der Freilassinger Lokschuppen wurde seit 1924 nur geringfügig verändert und blieb im Zweiten Weltkrieg unzerstört. Er gehört damit zu den bedeutendsten Zeugnissen der Eisenbahngeschichte in Bayern. Die Gelder aus dem Entschädigungsfonds der Denkmalpflege dienen der Gesamtinstandsetzung der Anlage. Nach der Instandsetzung sollen in dem Baudenkmal historische Lokomotiven des Deutschen Museums München ausgestellt werden.


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