Ministerin ruft Kommunen auf, Schulen zügig für den Ganztagsbetrieb umzubauen:

Schul- und Jugendministerin Ute Schäfer hat darauf hingewiesen, dass die Kommunen in diesem Jahr nur noch bis Ende April Gelegenheit haben, Mittel aus dem Bundesprogramm für den Umbau von Grundschulen zu Ganztagsschulen zu beantragen.

06.04.2005 Nordrhein-Westfalen Pressemeldung Ministerium für Schule und Bildung des Landes Nordrhein-Westfalen

"Nutzen Sie die Gelegenheit, den planmäßigen Ausbau der offenen Ganztagsgrundschule in NRW mit den nötigen baulichen Veränderungen zu begleiten. Das Bundesprogramm ergänzt unser Landesprogramm in hervorragender Weise. Wir steigern die Plätze in unseren offenen Ganztagsschulen im Primarbereich kontinuierlich und stellen als Land dafür die notwendigen Personalmittel bereit. Mit den Bundesmitteln können die Kommunen zudem gute räumliche Bedingungen schaffen und für eine pädagogisch anregende Ausstattung in den Schulen sorgen. Ganz wichtig: Dieses Programm ist damit auch ein Konjunkturmotor vor allem für das örtliche Handwerk."

Die Ministerin betonte, dass die Landesregierung unabhängig von den Mitteln des Bundes den Ausbau von Ganztagsplätzen in den Grundschulen ermögliche.

Zwischen 2003 und 2007 werden 200.000 Ganztagsplätze an rund 2500 Grundschulen eingerichtet und dafür auch die notwendigen zusätzlichen Personalmittel für den Ganztagsbetrieb der Schulen bereitgestellt. Das Land werde dafür im Endausbau jährlich 160 Millionen Euro zusätzlich aufbringen. "In NRW gibt es, anders als in vielen anderen Bundesländern, ein tragfähiges Personalkonzept für den dauerhaften Betrieb von Ganztagsschulen. Das Bundesprogramm zum Umbau von Schulen ist deshalb für NRW nicht mehr und nicht weniger als eine ideale Ergänzung", betonte Schäfer. Denn Schulen müssten natürlich auch baulich umgestaltet werden für den Ganztagsbetrieb - und diese Kosten hätten ohne das Bundesprogramm die Schulträger, also die Kommunen, übernehmen müssen, die dazu kaum in der Lage gewesen wären.

Schäfer hob hervor, dass der Ausbau der Plätze im Ganztagsbereich planmäßig laufe. Schon im zweiten Jahr gebe es 35.000 Plätze an über 700 Grundschulen - und zum Sommer kämen neue hinzu.

Auch die Planungen der Kommunen zeigten, wie groß das Interesse am Ausbau der Ganztagsplätze sei. Von den bis Ende 2007 für NRW zur Verfügung stehenden Mitteln aus dem Bundesprogramm seien mit den bisher beantragten 350 Millionen Euro bereits deutlich mehr als ein Drittel für konkrete Baumaßnahmen eingeplant worden. Die Ministerin appellierte dennoch an die Kommunen, die ihnen zur Verfügung stehenden Mittel noch zügiger in Baumaßnahmen umzusetzen. So gebe es leider nach wie vor Schulen, die bereits Ganztagsplätze anböten, aber noch Probleme bei der räumlichen Ausstattung hätten. Auch um hier Abhilfe zu schaffen, könnten noch bis zum diesjährigen Antragsschluss am 30. April weitere Bauanträge gestellt werden. Letzter Antragstermin für Baumittel aus dem Investitionsprogramm der Bundesregierung ist der 30. April 2007.


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