Ministerin Ute Schäfer startet Dialog zur Schwerpunktsetzung im Jugendförderplan

"Das Kinder- und Jugendförderungsgesetz des Landes NRW ist die Grundlage für eine nunmehr langfristig gesicherte Kinder- und Jugendarbeit. Es gibt eine zukunftstaugliche Antwort für kommende Aufgaben." Dies erklärte Kinder- und Jugendministerin Ute Schäfer heute auf der Fachtagung des Ministeriums zur Umsetzung des Kinder- und Jugendförderungsgesetzes in Düsseldorf.

07.03.2005 Nordrhein-Westfalen Pressemeldung Ministerium für Schule und Bildung des Landes Nordrhein-Westfalen

Der Kinder- und Jugendförderplan des Landes ist ab 2006 durch den Gesetzgeber mit jährlich 96 Millionen Euro ausgestattet. Zum Vergleich: In diesem Jahr stehen 75 Millionen Euro zur Verfügung. Ministerin Ute Schäfer hat die Träger der Kinder- und Jugendarbeit eingeladen, um zu verabreden, wie die Schwerpunktsetzung der einzelnen Punkte im Kinder- und Jugendförderplan ausgestaltet werden kann. Die Fachtagung in Düsseldorf ist der Auftakt einer Reihe von Gesprächen mit den Beteiligten, bis zum Spätsommer 2005 soll der Plan fertig gestellt werden. Ute Schäfer: "Wir wollen damit die bewährte Tradition der Zusammenarbeit im Dialog fortsetzen."

Das Land fördert über den Kinder- und Jugendförderplan unter anderem 2.500 Einrichtungen der Offenen Kinder- und Jugendarbeit, 21 Jugendorganisationen, 40 Jugendkunstschulen, 64 Beratungsstellen im Übergang von der Schule in den Beruf, 46 Jugendwerkeinrichtungen und 56 Schulmüdenprojekte.

Der neue Kinder- und Jugendförderplan biete den Trägern Planungssicherheit, er greife aber auch neue Elemente der Förderung auf, so die Ministerin. Dazu gehöre die umfassende Bildungsförderung von Kindern und Jugendlichen durch eine stärkere Kooperation von Jugendhilfe und Schule. Ute Schäfer: "Es ist für alle Beteiligten von Vorteil, wenn Jugendhilfe- und Schulentwicklungsplanung Hand in Hand gehen. Wir brauchen lokale Bildungslandschaften vor Ort, in denen sich Kinder- und Jugendarbeit und Schule gemeinsam mit ihren Kompetenzen und Angeboten engagieren und damit Kindern und Jugendlichen Rückendeckung bieten." Die Ministerin verwies darauf, dass bereits über 80 % der Kommunen Kooperationsprojekte - vor allem zur Ganztagsgrundschule und zur sozialen Arbeit - durchführen.

Ute Schäfer appellierte an die Kommunen, das Kinder- und Jugendfördergesetz als Chance zu begreifen, um Kindern und Jugendlichen mehr Möglichkeiten zu aktivem, verantwortlichem Handeln zu bieten. "Auf Landesebene eröffnet der Pakt für Kinder eine gute Möglichkeit, die Situation von Kindern und Jugendlichen zu verbessern und ihre Rechte zu stärken. Dazu gehört auch der Abbau von Gewalterfahrungen. Hier können wir mit weiteren Projekten vor Ort in den Kommunen noch mehr erreichen." Angesichts zunehmender Risiken und Gefährdungen, denen Kinder und Jugendliche heute ausgesetzt sind, komme es darauf an, ihnen mit Angeboten und Maßnahmen Hilfestellung zu bieten. Dies gelte vor allem für diejenigen, die von Armut bedroht sind, die bildungsbenachteiligt sind und für Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund. "Die gute kinder- und jugendpolitische Infrastruktur des Landes ist die Basis und das Fundament für die Bewältigung dieser Aufgaben und steht nicht zur Diskussion", betonte Schäfer.


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