Neue Lehrkräfte für die Berliner Schule fallen nicht vom Himmel!

Am 3. August werden 426 künftige Lehrer/innen ihr zweijähriges Referendariat in Berlin beginnen. Fast 500 Bewerberinnen und Bewerber gingen allerdings leer aus. Sie warten zum Teil schon über zwei Jahre darauf, endlich ihre Ausbildung mit dem Referendariat fortsetzen zu können. Damit wird wertvolle Lebens- und Arbeitszeit der angehenden Lehrerinnen und Lehrer vergeudet und ihre im Studium erworbene Qualifikation nicht zeitnah genutzt. Diese negative Bilanz hängt vor allem damit zusammen, dass Berlin in diesem Jahr 200 Referendariatsplätze gestrichen hat (von 1.900 auf 1.700 Plätze).

02.08.2005 Berlin Pressemeldung GEW Berlin

Im Doppelhaushalt 2006/07 sollen nach dem Willen des Bildungssenators weitere 200 Referendariatsplätze für angehende Lehrer/innen wegfallen (von 1.700 auf 1.500). Das geht aus der Antwort des Senats vom 22.6.05 auf eine Kleine Anfrage im Abgeordnetenhaus hervor.

Dazu die Vorsitzende der GEW BERLIN, Rose-Marie Seggelke: "Neue Lehrkräfte für die Berliner Schule fallen nicht vom Himmel. Sie müssen ausgebildet werden. Mit einer weiteren Kürzung auf 1.500 Referendariatsplätze können rein rechnerisch nur ca. 750 Lehrerinnen und Lehrer pro Jahr ihre Ausbildung beenden. Damit ist der steigende Einstellungsbedarf in den Berliner Schulen nicht zu decken. Auch aus anderen Bundesländern werden die Lehrkräfte nicht nach Berlin strömen. Denn auch dort rollt die Pensionierungswelle und locken deutlich bessere Anstellungsbedingungen als in Berlin. Die Berliner Schule braucht zur Umsetzung der ehrgeizigen Reformvorhaben dringend junge motivierte Lehrerinnen und Lehrer. In dieser Situation ist es völlig kontraproduktiv, die Zahl der Ausbildungsplätze weiter zu kürzen.

Wir appellieren an die Abgeordneten: Geben Sie dem Nachwuchs, geben Sie der Berliner Schule eine Chance! Setzen Sie sich für den Erhalt der Referendariatsplätze ein!"

Ansprechpartner

GEW Berlin

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