Neue Medien gehören in nordrhein-westfälischen Schulen heute zum Unterrichtsalltag

5 Jahre e-nitiative.nrw: 1999 hat die nordrhein-westfälische Landesregierung gemeinsam mit den kommunalen Spitzenverbänden eine auf fünf Jahre angelegte Medieninitiative gegründet, um die neuen Medien in den Unterrichtsalltag der Schulen des Landes zu integrieren. Heute zogen die Initiatoren in einer feierlichen Abschlussveranstaltung eine positive Bilanz.

26.11.2004 Pressemeldung Ministerium für Schule und Bildung des Landes Nordrhein-Westfalen

Mehr als 180.000 Schülerarbeitsplätze an Computern, davon zwei Drittel mit Internetanschluss, gibt es mittlerweile in den rund 6.800 nordrhein-westfälischen Schulen. 1999 waren es lediglich rund 45.000. Alle Schulen verfügen inzwischen über einen Internetzugang. Während 1999 das World Wide Web im Schulalltag kaum eine Rolle spielte, arbeiten heute rund 900.000 nordrhein-westfälische Schülerinnen und Schüler mindestens einmal pro Woche im Rahmen des Schulunterrichts mit dem Internet. Für die Ausstattung der Schulen mit digitalen Medien und die entsprechende Infrastruktur haben Land und Kommunen in den vergangenen fünf Jahren mehr als 175 Millionen Euro bereitgestellt. Zusätzlich konnte die Initiative über gezielte Sponsoring-Aktivitäten rund 15 Millionen Euro für die Schulen einwerben.

"Wir haben mit der e-nitiative.nrw nicht nur ein gutes Fundament an Ausstattung gelegt, sondern vor allem die notwendigen Grundstrukturen für das Lernen mit neuen Medien geschaffen. Diese Strukturen und das gewonnene Know-how werden wir auch in den kommenden Jahren weiter nutzen", erklärte Dr. Elmar Schulz-Vanheyden, Staatssekretär im nordrhein-westfälischen Schulministerium heute in Düsseldorf. So sollen die insgesamt 54 e-teams, die die Schulen und Schulträger in allen Fragen zur Nutzung der neuen Medien beraten, erhalten bleiben. Daneben wurde schon im Sommer 2003 von der Landesregierung und neun Wirtschaftsunternehmen die Stiftung Partner für Schule NRW gegründet, um die Zusammenarbeit von Wirtschaft und Schule über den Bereich der neuen Medien hinaus weiter auszubauen.

"Neue Medien sind Dank der e-nitiative.nrw in den Schulen des Landes Unterrichtalltag", so der Staatssekretär. "Die e-nitiative.nrw war jedoch nie eine reine Ausstattungsinitiative, sondern im Vordergrund der Arbeit stand immer die Pädagogik - die Entwicklung einer neuen Lernkultur an den Schulen des Landes", erklärte Roland Berger, Geschäftsführer der e-nitiative.nrw. Mit einem Bündel von Maßnahmen rund um die Schwerpunkte Ausstattung, Lehrerfortbildung, und Entwicklung innovativer Lernformen sei dieses Ziel in den vergangenen fünf Jahren konsequent verfolgt und umgesetzt worden.

Ebenfalls positiv äußerte sich Dr. Stephan Articus, Hauptgeschäftsführer des Städtetages Nordrhein-Westfalen für die beteiligten kommunalen Spitzenverbände, dem Städtetag, den Landkreistag NRW und den Städte- und Gemeindebund NRW. "Trotz der angespannten finanziellen Situation ist es uns gelungen, viele Schulen mit einer zukunftssicheren Grundausstattung an digitalen Medien auszustatten", erklärte Dr. Articus. Als besonders hilfreich habe sich hierbei die Medienentwicklungsplanung erwiesen, ein Instrument das Schulen, Schulträger und Kommunen bei der Planung einer bedarfsgerechten und kostengünstigen Ausstattung unterstützt. "Die Fortschreibung der Medienentwicklungsplanung wird künftig eine Daueraufgabe der Schulträger sein", erläuterte der Vertreter der kommunalen Spitzenverbände in NRW.

Ein weiteres zentrales Arbeitsfeld der e-nitiative.nrw bildet die Lehrerfortbildung, "Neue Medien eröffnen den Schülerinnen und Schülern nicht nur neue Lernwelten, sondern sie ändern auch grundlegend die Rolle des Lehrers", erklärte Schulz-Vanheyden. "Lehrer werden von Wissensmonopolisten zu Wissensmoderatoren." Die e-nitiative.nrw hat daher den Lehrenden im Land ein umfassendes und mehrstufiges Fortbildungsprogramm angeboten, das in den vergangen fünf Jahren von über 80 Prozent aller Lehrkräfte genutzt wurde. "90 Prozent aller Lehrerinnen und Lehrer arbeiten in NRW heute mit dem Computer - im Bevölkerungsdurchschnitt sind es lediglich 50 Prozent", so der Staatssekretär.

Ergänzend zu den Fortbildungsangeboten stellt der Bildungsserver learn:line Materialien und Unterrichtskonzepte für das Lernen mit neuen Medien bereit. Mit ca. 70 000 Seiten und rund 2 Millionen Zugriffen pro Monat ist dieser zu einer wichtigen Anlaufstelle für Lehrerinnen und Lehrer im Internet geworden.

www.learn-line.de/


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