Neuregelung für "Vorrücken auf Probe" an Gymnasien erweist sich als sinnvoll

Mehr als ein Drittel aller Schülerinnen und Schüler, die zum Ende des Schuljahres 2004/2005 den Antrag stellten, auf Probe in die nächste Klasse vorzurücken, haben diesen Weg erfolgreich beschritten. Dies teilte nun das Kultusministerium nach dem Rücklauf der Daten von den Gymnasien mit. "Damit hat sich die Neuregelung für ein ,Vorrücken auf Probe' bewährt, die wir zum laufenden Schuljahr erstmals praktisch erprobt haben. So mussten 91 Schülerinnen und Schülern trotz einzelner schlechter Zeugnisnoten nicht die Klasse wiederholen", so Bayerns Kulturminister Siegfried Schneider.

02.02.2006 Bayern Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus

Voraussetzungen für das Vorrücken auf Probe an Gymnasien sind nun: Die Schülerinnen und Schüler der Klassen 5 bis 9 dürfen maximal einmal die Note 6 bzw. zweimal die Note 5 im Zeugnis haben. Dabei darf nur ein Kernfach mit Note 5 abgeschlossen sein. Außerdem muss das Lehrerkollegium zustimmen. Bis zum Schuljahr 2004/2005 konnten Schüler nur dann auf Probe vorrücken, wenn sie ohne eigenes Verschulden - also durch Krankheit - in ihrer Leistungsfähigkeit beeinträchtigt waren.

Den Antrag, auf Probe vorzurücken, hätten rund 450 Gymnasiastinnen und Gymnasiasten der Jahrgänge 5 bis 9 stellen können; rund die Hälfte von ihnen, nämlich 241, hat es tatsächlich getan. Den Weg haben immerhin 91 Kinder und Jugendliche an den rund 300 staatlichen Gymnasien in Bayern beschritten. Sie hatten im Dezember 2005 die "Probezeit" erfolgreich bestanden. Insgesamt hat damit rund ein Fünftel der Schülerinnen und Schüler diese neue Möglichkeit genutzt, nicht die Klasse zu wiederholen.

"Ich hoffe, dass in den kommenden Jahren mehr Schülerinnen und Schüler diese Chance nutzen und so die Zahl der Wiederholer gesenkt werden kann", so Staatsminister Schneider.

Grundsätzlich eröffnet der Gesetzgeber Schülerinnen und Schülern von Realschulen und Gymnasien die Möglichkeit, auf Probe vorzurücken und eine Nachprüfung abzulegen. An Hauptschulen besteht die Möglichkeit, mit bestandener Nachprüfung das Klassenziel zu erreichen.


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