NRW stellt in diesem Jahr mehr als 5.500 Lehrerinnen und Lehrer ein

Zum Schuljahresbeginn wird mit insgesamt 5.543 neu eingestellten Lehrerinnen und Lehrern nahezu eine Vollbesetzung an den Schulen in Nordrhein-Westfalen erreicht. Insgesamt ist die Zahl der Lehrerstellen in NRW entgegen dem Trend in anderen Bundesländern zum neuen Schuljahr um 1.000 von 143.490 auf 144.490 gestiegen. Die meisten Lehrerinnen und Lehrer werden an den Grundschulen (1.320), an den Berufskolleg (rund 1.050) und Gymnasien (rund 1.020) eingestellt. Rund 310 Stellen sind zum Schuljahresbeginn noch offen. Das sind 0,2% des gesamten Stellenkontingents (144.490 Stellen). Diese Stellen - 186 davon an Berufskollegs - werden unmitte lbar zur Besetzung wieder ausgeschrieben. "Unter Berücksichtigung der immer geringer werdenden Bewerberzahl von ausgebildeten Lehrerinnen und Lehrern ist dies ein außerordentlich gutes Ergebnis und eine solide Basis für einen guten Start in das neue Schuljahr", erklärte Schul- und Jugendministerin Ute Schäfer heute in Düsseldorf.

03.09.2004 Nordrhein-Westfalen Pressemeldung Ministerium für Schule und Bildung des Landes Nordrhein-Westfalen

Von den über 5.543 eingestellten Lehrerinnen und Lehrern waren 344 keine ausgebildeten Pädagogen. 220 dieser so genannten Seiteneinsteiger werden an den Berufskollegs unterrichten.

Neben den regulären Einstellungen zum 01.02.2004 und 06.09.2004 mit insgesamt 5.543 Lehrerinnen und Lehrer wurden 300 Lehrerinnen und Lehrer im Vertretungspool, 71 Lehrerinnen und Lehrer als Fach-/Werkstattlehrer und 187 Sozialpädagogen eingestellt, so dass insgesamt 6.101 Einstellungen realisiert wurden.

Die Zahl der Schülerinnen und Schüler in NRW ist leicht gestiegen - von 2.908.107 um 19.273 auf 2.927.380. Die Zahl der Erstklässler beläuft sich nach einer Vorausberechnung der Schülerzahl auf 197.410 Kinder, das sind 1.880 (0,9%) weniger als im Vorjahr. Trotzdem steigt die Zahl der Grundschüler im Vergleich zum Vorjahr um 1.543 (0,2%) auf 780.380.

Erstmals seit 1989/90 geht die Schülerzahl in der Sekundarstufe I leicht zurück, insgesamt um 6.832 (0,6%) auf 1.224.020. Bis auf die Gesamtschulen sind alle Schulformen von fallenden Schülerzahlen betroffen, besonders die Hauptschulen. Besonders deutlich ist der Anstieg der Schülerzahl im Berufskolleg um 17.938 (3,2%) auf 580.570.

Die durchschnittlichen Klassengrößen in den einzelnen Schulformen sind seit mehreren Jahren nahezu unverändert. Die im Durchschnitt kleinsten Klassen der allgemein bildenden Schulen haben mit 23,1 Schülern die Hauptschulen, es folgen die Grundschulen mit 23,4, die Realschulen und die Gymnasien mit 28 und die Gesamtschule mit 28,1 Schülern je Klasse.

Im Vergleich zum letzten Schuljahr ist die Zahl der ausländischen Schülerinnen und Schüler in den allgemein bildenden Schulen einschließlich der Sonderschulen mit 305.625 um 503 (0,02%) höher. Ihr Anteil an der Gesamtschülerzahl dieser Schulformen ist mit 13,2% unverändert geblieben.


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