Präsidiumssitzung der Leibniz-Gemeinschaft in München

Die Einhaltung der neuerlichen Zusage der Bundesregierung, die Mittel für den laufenden Betrieb der Leibnizinstitute um jährlich mindestens 3 Prozent zu steigern, hat Bayerns Wissenschaftsminister Thomas Goppel am Donnerstag mit Blick auf die anstehenden Haushaltsverhandlungen für das Jahr 2006 angemahnt. In Bayern gehören der Leibniz-Gemeinschaft beispielsweise das Deutsche Museum in München und das Germanische Nationalmuseum in Nürnberg an. "Gerade diese beiden Einrichtungen haben in den vergangenen Jahren schlechte Erfahrungen mit dem Bund gemacht", sagte Goppel anlässlich der in München stattfindenden Präsidiumssitzung der Leibniz-Gemeinschaft. Im Jahr 2004 hatte die Bundeskulturbeauftragte Christina Weiss die bereits beschlossene Förderung für die Forschung dieser beiden Museen nachträglich und im Alleingang um jeweils 1,5 Prozent gekürzt, obwohl der Bundeskanzler 2003 angekündigt hatte, dass die Mittel für die großen Forschungsorganisationen gesteigert würden.

17.02.2005 Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst

In einem weiteren Schritt sei von der Bundesregierung dann eine Steigerung der Mittel der außeruniversitären Forschungseinrichtungen um 3 Prozent medienwirksam versprochen worden. Tatsächlich habe die Bundeskulturbeauftragte aber für Bayern im Jahr 2005 eine Kürzung der Forschungsmittel des Deutschen Museums um 4,3 Prozent und des Germanischen Nationalmuseums um 5,6 Prozent durchgesetzt. Goppel: "Der Ankündigung des Bundes vom vergangenen November, der Leibniz-Gemeinschaft 2006 mehr Geld zu geben, müssen endlich Taten folgen." "Während für die bei Bundesforschungsministerin Bulmahn angesiedelten Forschungseinrichtungen die Ankündigungen der vergangenen beiden Jahre eingehalten werden, hält die dem Bundeskanzleramt angegliederte Bundeskulturbeauftragte die Zusagen für die in ihrer Verantwortung liegenden Forschungsmuseen nicht", sagte der Minister.

Auf Einladung von Wissenschaftsminister Thomas Goppel tagt das Präsidium der Leibnizgemeinschaft am Donnerstag in München. Geleitet wird die turnusmäßige Sitzung von dem Präsidenten der Leibniz-Gemeinschaft Hans-Olaf Henkel. Wissenschaftsminister Goppel wird bei einem Besuch der Sitzung die Eckpunkte der bayerischen Wissenschaftspolitik vorstellen. Goppel, der in diesem Jahr der Bund-Länder-Kommission für Bildungsplanung und Forschungsförderung vorsitzt, möchte die Gelegenheit auch nutzen, um in der Sitzung gemeinsame Themen anzusprechen.


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