Sachsen-Anhalts Tarifmodell für Lehrer macht Schule
Mit Blick auf die in Sachsen erzielte Einigung in den Tarifverhandlungen für die rund 17.000 Lehrer (Beschäftigungsumfänge von 85 % bis 75 %) an den Mittelschulen und Gymnasien im Freistaat Sachsen äußerte sich heute Bildungsstaatssekretär Winfried Willems in Magdeburg.
01.06.2005 Sachsen-Anhalt Pressemeldung Kultusministerium des Landes Sachsen-AnhaltWillems verwies auf den 1997 in Sachsen-Anhalt abgeschlossenen Lehrertarifvertrag, der einschließlich des am 01.08.2003 vereinbarten Anschlusstarifvertrages, bis zum 31.7.2010 gelten wird.
"Der in Sachsen-Anhalt zwischen den Tarifparteien abgeschlossene Vertrag hat seinen Modellcharakter unter Beweis stellen können", so Willems. Es sei in Sachsen-Anhalt schon frühzeitig gelungen, für die Lehrerinnen und Lehrer stabile Tarifbedingungen zu schaffen und Kündigungen zu vermeiden. Der Beschäftigungsumfang und die Entlohung sind an die einzelnen Schulformen angepasst worden und werden in zweijährigem Turnus für die Folgejahre angepasst.
"Mit diesen tarifvertraglichen Regelungen konnte im Land Sachsen-Anhalt", so der Staatssekretär, "über einen langen Zeitraum eine Arbeitsplatzgarantie für Lehrkräfte und Auseinandersetzungen wie in Sachsen vermieden werden".
Im kommenden Schuljahr (2005/2006) beträgt die besondere regelmäßige Arbeitszeit in Sachsen-Anhalt an:
Grundschulen: 21 Wochenstunden (77,78 %)
Sekundarschulen: 21 Wochenstunden (84 %)
Gymnasien: 22 Wochenstunden (88 %)
Sonderschulen: 21 Wochenstunden (84 %).
Zusätzlich kann die besondere regelmäßige Arbeitszeit nach Maßgabe des jeweiligen Bedarfs regional um bis zu zwei Wochenstunden (d.h. bis zu 8 %) erhöht werden.
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