Sekundarschule in Hasselfelde war schon 2003 nicht mehr bestandsfähig

Als Reaktion auf einen verzerrenden Artikel in der heutigen Volksstimme zur bevorstehenden Schließung der Sekundarschule in Hasselfelde stellt das Kultusministerium zu den rechtlichen Hintergründen klar:

12.08.2005 Sachsen-Anhalt Pressemeldung Kultusministerium des Landes Sachsen-Anhalt

Die Sekundarschule Hasselfelde entsprach schon bei der Aufstellung der mittelfristigen Schulentwicklungsplanung im Jahre 2003 nicht mehr den rechtlichen Regelungen für eine bestandsfähige Schule. Der Landkreis Wernigerode hatte dennoch am 21. Januar 2004 im Rahmen seiner Beschlussfassung zur mittelfristigen Schulentwicklungsplanung eine Ausnahmegenehmigung für die Sekundarschule Hasselfelde beantragt. Diesen Antrag musste das Landesverwaltungsamt mit seinem Genehmigungsbescheid zum Schulentwicklungsplan vom 4. März 2004 ablehnen. Gegen den Bescheid wurde seitens des Landkreises kein Einspruch erhoben. Damit wurde der Bescheid rechtskräftig. Bereits ab dem Schuljahr 2004/05 begann der Landkreis mit der auslaufenden Beschulung, d.h. es wurden schon zum vergangenen Schuljahr keine Eingangsklassen mehr gebildet. Dieser Prozess wird auch im kommenden Schuljahr fortgeführt.

Eine Ausnahmegenehmigung wäre nur dann gerechtfertigt, wenn keine weitere Sekundarschule innerhalb einer als zumutbar zu betrachtenden Schulwegzeit erreichbar wäre. Das ist hier nicht der Fall, denn der Sekundarschulstandort Blankenburg ist auch für die Schülerinnen und Schüler aus Hasselfelde nicht unzumutbar weit entfernt. Auch jetzt schon besuchen Schülerinnen und Schuler aus Hasselfelde Schulen in Blankenburg.

Wenn der Landkreis Wernigerode innerhalb des dafür vorgesehenen Verfahrens seinen Schulentwicklungsplan abändert, kann er eine bestandsfähige Sekundarschule in Hasselfelde betreiben. Es muss allerdings jedem klar sein, dass wegen der geringen Schülerzahlen dafür eine andere Sekundarschule aus der Nachbarschaft geschlossen werden muss.


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