Stärkere Zusammenarbeit zwischen Schule und Elternhaus vereinbart
Kultusminister Schneider zeigte sich heute in München sehr erfreut über das klare Bekenntnis der Spitze der Landeselternvereinigung (LEV) zum neuen achtjährigen Gymnasium. "Die Unterstützung des achtjährigen Gymnasiums durch die LEV ist eine klare Bestätigung des Kurses der Byerischen Staatsregierung", sagte Schneider anlässlich eines Treffens mit dem LEV-Vorsitzenden Thomas Lillig und seinem Stellvertreter Ralph Bürklin heute im Kultusministerium.
27.05.2005 Bayern Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und KultusSchneider begrüßte es ausdrücklich, dass die LEV eine Rückkehr zum neunjährigen Gymnasium ablehnt. "Die Elternvertreter sind mit uns der Ansicht, dass das achtjährige Gymnasium das Gymnasium der Zukunft ist. Sie haben die Chancen einer kürzeren Schulzeit im internationalen Wettbewerb erkannt und wissen die modernen Bildungsangebote des achtjährigen Gymnasiums wie etwa die verstärkte individuelle Förderung durch die Intensivierungsstunden zu schätzen", bilanzierte Schneider. Der Minister sagte zu, dass die Staatsregierung die Entwicklung des achtjährigen Gymnasiums weiterhin genau beobachten werde. "Wir werden den Dialog mit Eltern und Lehrkräften fortführen und die Einführung des achtjährigen Gymnasiums intensiv begleiten", sagte Schneider. Insbesondere eine schülerfreundliche, rhythmisierte Gestaltung des Schultags in den Nachmittag hinein sei eine Herausforderung, die gemeinsam mit Lehrkräften und Eltern angepackt werden müsse.
"Wir befürchten vor allem in den Jahrgangsstufen 8 bis 10 eine große Belastung unserer Kinder", unterstrich Lillig. Der LEV-Vorsitzende äußerte sich erfreut darüber, dass der Minister sich den Anliegen der Eltern gegenüber aufgeschlossen und gesprächsbereit zeigte. "Minister Schneider nimmt unsere Sorgen ernst und hat uns zugesagt, über Details noch einmal nachzudenken." Die LEV begrüße auch den Einsatz von zusätzlichen Kräften, die aus der Verwaltungsreform freigesetzt werden, sagte Bürklin.
Kultusminister Schneider unterstützte insbesondere auch das Anliegen der LEV, die Zusammenarbeit zwischen Schule und Elternhaus zu stärken. "Viele Eltern sind bereit, sich etwa bei der Hausaufgaben- und Mittagsbetreuung zu engagieren oder ihr berufliches Expertenwissen mit in den Unterricht einzubringen. Es ist im Interesse unserer Schülerinnen und Schüler außerordentlich sinnvoll, dass sich Schulen für ein solches freiwilliges Engagement immer stärker öffnen und die Mitwirkung der Eltern am Schulleben gestärkt wird", sagte Schneider.
Der Kultusminister und die LEV-Vertreter vereinbarten die Fortsetzung ihres gemeinsamen Dialogs über aktuelle schulpolitische Themen.
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