Studieren in Sachsen-Anhalt: Informationsbroschüre des Kultusministeriums führt Studienbewerber in die Irre

Die an den Gymnasien und Schulen des Landes verteilte Hochglanzbroschüre "Studieren in Sachsen-Anhalt 2007/2008", die nun auch als CD-ROM verteilt wird, ist zumindest unaktuell. Sie vermerkt an 73 Prozent der Studienangebote Zugangsbeschränkungen, die nach Aussagen aus den Hochschulen nicht oder nicht mehr existieren.

15.06.2007 Sachsen-Anhalt Pressemeldung GEW Sachsen-Anhalt

"Bekanntlich führt die ungeheuerlich hohe Zahl von Zugangsbeschränkungen (Numeri clausi) seit Jahren dazu, sich gar nicht erst zu bewerben", erklärte der Sprecher der GEW Sachsen-Anhalt, Hans-Dieter Klein.

"Wir halten es gegenüber den Abiturienten, die in diesen Tagen ihre Zeugnisse erhalten, und den anderen Studienbewerbern für verantwortungslos, wenn sie so in die Irre geführt werden", sagte Klein.

Die Bildungsgewerkschaft erwartet, dass das Ministerium sehr schnell eine Korrektur veröffentlicht. "Dann sollte der Kultusminister auch endlich sein Verspechen wahrmachen, die für März angekündigten zusätzlichen Angebote für den Doppelten Abiturientenjahrgang, den jungen Leuten mitzuteilen" fügte Klein hinzu. Die Verdoppelung der Abiturientenzahl ist die Folge der Verkürzung der Schulzeit auf zwölf Jahre. Die GEW empfiehlt bis zu einer Korrektur, sich direkt auf den Internetseiten der Hochschulen des Landes zu informieren.

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GEW Sachsen-Anhalt

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