VERA 2005: Mecklenburg-Vorpommern liegt bei VERgleichsArbeiten über dem Durchschnitt

Zum zweiten Mal wurden Ende September 2005 die VERgleichsArbeiten in der Jahrgangsstufe 4 flächendeckend in den Fächern Deutsch (Teilbereich Lesekompetenz) und Mathematik (Teilbereiche Arithmetik, Geometrie und Sachrechnen) geschrieben. In MV waren daran rund 8700 Schülerinnen und Schüler an 350 Schulen beteiligt.

19.12.2005 Mecklenburg-Vorpommern Pressemeldung Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur Mecklenburg-Vorpommern

Im Durchschnittsvergleich der sieben beteiligten Länder (Berlin, Brandenburg, Bremen, Mecklenburg-Vorpommern, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Schleswig-Holstein) liegen die Leistungen der Schülerinnen und Schüler aus MV in allen Teilbereichen über dem Durchschnitt. So weisen rund 60 % der Schülerinnen und Schüler aus unserem Land im Teilbereich Arithmetik fortgeschrittene Fähigkeiten nach, d. h. sie beherrschen die Grundrechenarten flexibel. Im Durchschnitt der Länder sind es rund 50 %.

Im Teilbereich Geometrie ist der Vorsprung unserer Viertklässler noch höher: in MV belegen 52 % fortgeschrittene Fähigkeiten, im Länderdurchschnitt sind es nur 35 %. Fortgeschrittene Fähigkeiten bedeuten hier Konstruktionen in der Ebene und im Raum sowie Erkennen von Beziehungen zwischen geometrischen Begriffen.

Die Leistungen unserer Schülerinnen und Schüler sind 2005 im Teilbereich Geometrie besonders erfreulich, hier gibt es sogar eine bedeutsame Verbesserung im Vergleich zum Jahr 2004.

Die Leistungen der Jungen sind im Teilbereich Sachrechnen deutlich besser als die der Mädchen. 31,7 % der Jungen erreichen fortgeschrittene Fähigkeiten, d. h. sind fähig zu eigenständigen Problemlösungen. Bei den Mädchen sind es 20,8 %.

Die Mädchen hingegen lesen etwas besser als die Jungen. Hier liegen die Mädchen mit 38,2 % im Fähigkeitsbereich 3, d. h. sie können bereits komplexere Schlussfolgerungen ziehen, während nur 28,6 % der Jungen diese Stufe erreichen.

Der Schwerpunkt der Arbeit in der Schule muss also auch weiterhin auf den Teilbereichen Lesen und Sachrechnen liegen. Es gibt einen zu großen Anteil von Schülerinnen und Schülern mit nur elementaren Fähigkeiten in diesen Teilbereichen - 24,7 % im Lesen. Diesen Schülerinnen und Schülern gelingt es bisher nur, aus Texten Einzelinformationen zu gewinnen.

Um hier bessere Ergebnisse zu erzielen, die Schülerinnen und Schüler sozusagen besser auszustatten, wird es in MV von Januar bis Mai 2006 weitere gezielte Fortbildungen für Lehrkräfte zum Thema "Entwicklung von Lesekompetenz" geben:

  • Informationsveranstaltungen für Schulräte und Schulleiter
  • Fachliche Qualifikation von Fortbildern (VERA-Koordinatoren in jedem Schulamtsbereich)
  • Flächendeckende Fortbildung für die Lehrkräfte der 3. und 4. Klassen
  • Landesweite Tagung zum Thema "Lesen"
  • Einstellen von Materialien in den Bildungsserver (didaktisch-methodische Handreichung, Konzeption für Elternabende, Lesetests zur Diagnose der Lesefähigkeiten).

Die Arbeit der Lehrerinnen und Lehrer im Unterricht wird darüber hinaus durch zahlreiche Materialien (Handreichungen, Lesetests zur Diagnose der Lesefähigkeit, Bereitstellen von Aufgaben) unterstützt. Außerdem erhalten die Lehrkräfte ein Informationsmaterial für Elternabende. Denn auch Eltern können zu Hause einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung der Lesekompetenz leisten.

Zurzeit erhalten alle Grundschulen im Land die Rückmeldungen zu den diesjährigen VERA-Ergebnissen - bezogen auf die Schule, die Klasse und das einzelne Kind. Außerdem kann sich jede Schule am Landesdurchschnitt verorten. Die Eltern erhalten auf Wunsch Einsicht in die Ergebnisse der Tests ihres Kindes. Die Ergebnisse bilden die Grundlage für konkrete Fördermaßnahmen an der Schule, für Gespräche mit den Eltern, für Überlegungen zur Schwerpunktsetzung und Aufgabenkultur sowie zum Feststellen von Fehlerhäufigkeiten und deren Überwindung.

Die Ergebnisse werden in drei Stufen abgebildet: Stufe 1 elementare Fähigkeiten, Stufe 2 erweiterte Fähigkeiten und Stufe 3 fortgeschrittene Fähigkeiten.

VERA wird unter der wissenschaftlichen Leitung der Universität Koblenz-Landau durchgeführt. Ab 2007 wird es ein Anschlussprojekt geben, in dem dann fast alle Bundesländer gemeinsam diese Lernstandserhebungen durchführen werden.

Die Vergleichsarbeiten werden in allen teilnehmenden Ländern internetbasiert durchgeführt (Herunterladen der Aufgaben, Eingabe der Ergebnisse, Einsicht in die schulbezogenen Rückmeldungen).


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