Verleihung der Denkmalschutzmedaille

Die Bayerische Denkmalschutzmedaille wird wie im Vorjahr am Tag des offenen Denkmals, am Sonntag, 11. September 2005, von Kunstminister Thomas Goppel verliehen. Der Tag des offenen Denkmals verzeichnete in den vergangenen Jahren einen stetig steigenden Publikumserfolg und hat heuer das Schwerpunktthema "Krieg und Frieden".

10.09.2005 Bayern Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst

Die zentrale Eröffnungsveranstaltung findet ab 10.45 Uhr im Historischen Reichssaal des Alten Rathauses in Regensburg statt. Kunstminister Goppel erklärte am Freitag zur thematischen Ausrichtung des diesjährigen Tags des offenen Denkmals: "Verteidigungsanlagen wie Burgen, Stadtmauern oder Wehrkirchen sind bis heute markante Wahrzeichen in der Landschaft oder prägen ganze Stadtbilder. Sie dienten dem Zweck, Feinde abzuwehren und sich zu schützen. Daneben gibt es Kriegsdenkmäler wie Gefallenendenkmäler oder Luftschutzkeller, die uns 60 Jahre nach Ende des 2. Weltkriegs die Brutalität und Grausamkeit von Kriegen anschaulich vor Augen führen und uns ermahnen." Der "Tag des offenen Denkmals" als Teil einer europaweiten Aktion sei stets aufs Neue Ansporn, sich mit der eigenen Vergangenheit zu befassen. Am kommenden Sonntag seien insgesamt rund 650 Denkmäler in Bayern zu besichtigen, die normalerweise nicht oder nur teilweise zugänglich seien.

Goppel hob die Bedeutung des Denkmalschutzes und der Denkmalpflege hervor. "Einige der im Lauf der Jahrhunderte zerstörten Gebäude wurden wieder aufgebaut, viele sind jedoch für immer verloren gegangen. Umso mehr sind wir heute aufgefordert, mit dem noch Vorhandenen verantwortungsvoll umzugehen. Denn die Menge an Denkmälern ist endlich", sagte der Minister. Der Staat allein könne diese Aufgabe nicht erfüllen. "Denkmalschutz und Denkmalpflege muss auch von den Bürgerinnen und Bürgern, die oftmals Eigentümer des Denkmals sind, getragen werden", so Goppel weiter. Im Rahmen der zentralen Eröffnungsveranstaltung in Regensburg wird der Kunstminister die Denkmalschutzmedaille an Personen sowie Vereine/Institutionen verleihen, die sich besondere Verdienste um den Denkmalschutz und die Denkmalpflege erworben haben. Die Auszeichnung erhalten für ihre Verdienste heuer insgesamt 21 Persönlichkeiten sowie Vereine/Institutionen aus

  • Oberbayern: Dachau, München

 

  • Niederbayern: Arnbruck, Windberg, Bad Abbach, Passau

 

  • Schwaben: Günzburg, Obergünzburg, Lechbruck

 

  • Oberpfalz: Willmering, Roding, Kulmain, Sulzbach-Rosenberg

 

  • Oberfranken: Lichtenfels-Klosterlangheim, Marktrodach-Zeyern

 

  • Mittelfranken: Greding, Offenhausen, Ellingen

 

  • Unterfranken: Gräfendorf-Weickersgrüben, Gemünden-Wernfeld

Die Denkmalschutzmedaille wird seit 1977 alljährlich auf Grund von Vorschlägen der Regierungen, Bezirke, Landkreise, Kirchen, des Landesamts für Denkmalpflege und privater Eingaben verliehen. Sie zeigt auf ihrer Vorderseite ein Portrait König Ludwig I., der in einer Zeit, in der die Menschen größtenteils noch sorglos mit den Zeugnissen der Vergangenheit umgingen, mit der Errichtung einer "Generalinspektion der plastischen Denkmäler des Reiches" im Jahre 1835 den Grundstein für die staatliche Denkmalpflege legte.


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