"Warum sollten wir nicht im Ausland studieren?"

(bikl/idw) "Für Behinderte ist ein Studium in Deutschland doch schon kompliziert genug, warum wollen Sie denn unbedingt auch noch ins Ausland?" Fragen wie diese haben sich neun Studierende mit unterschiedlichen Behinderungen oder chronischen Krankheiten häufig anhören müssen. Entmutigen ließen sie sich jedoch nicht. Sie stellten vielmehr die Gegenfrage: "Warum sollten wir nicht im Ausland studieren?" Ihre ganz persönlichen Erfahrungsberichte aus England, Schottland, Frankreich, Spanien, den USA und Australien hat das Deutsche Studentenwerk (DSW) in einer Broschüre mit dem Titel "Grenzen überschreiten. Auslandsstudium und Behinderung" zusammengefasst.

17.11.2004 Artikel

(bikl/idw) "Für Behinderte ist ein Studium in Deutschland doch schon kompliziert genug, warum wollen Sie denn unbedingt auch noch ins Ausland?" Fragen wie diese haben sich neun Studierende mit unterschiedlichen Behinderungen oder chronischen Krankheiten häufig anhören müssen. Entmutigen ließen sie sich jedoch nicht. Sie stellten vielmehr die Gegenfrage: "Warum sollten wir nicht im Ausland studieren?" Ihre ganz persönlichen Erfahrungsberichte aus England, Schottland, Frankreich, Spanien, den USA und Australien hat das Deutsche Studentenwerk (DSW) in einer Broschüre mit dem Titel "Grenzen überschreiten. Auslandsstudium und Behinderung" zusammengefasst. "Gerade für Studierende mit Behinderung ist ein Auslandssemester oft schwer zu realisieren. Doch wer bereits im Studium internationale Erfahrung sammelt, hat auf dem Arbeitsmarkt fast immer die besseren Karten" sagte der Generalsekretär des DSW, Achim Meyer auf der Heyde, anlässlich der Veröffentlichung der Broschüre. "Niemand sollte wegen einer Behinderung oder chronischen Krankheit auf einen Auslandsaufenthalt verzichten müssen. Wir hoffen mit der Broschüre unentschlossenen Studierenden Mut zu machen, selbst den Schritt ins Ausland zu wagen."

Studierende erhalten nützliche Tipps für einen gelungenen Auslandsaufenthalt: Informationen zur Auslandskrankenversicherung und zur medizinischen Versorgung vor Ort, zur Barrierefreiheit auf dem Campus, zur Mobilität und natürlich auch zu Förderungsmöglichkeiten und Stipendien. Aber auch Insidertipps sind in der Broschüre zu finden: Was man beachten sollte, damit man bei der Einreise vom Zoll nicht als Medikamenten-Dealer verhaftet wird, oder wo man in Schottland den Rollstuhl reparieren lassen kann.

Wie aus den Sozialerhebungen des DSW hervorgeht, sind etwa 15 Prozent der rund zwei Millionen Studierenden in Deutschland behindert oder haben eine chronische Krankheit. 41 der insgesamt 61 Studentenwerke in Deutschland bieten ihnen eine spezielle Beratung an.

Die Broschüre steht im Internet unter www.studentenwerke.de/ zum kostenlosen Download bereit (.pdf-Format).


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