Welterbe Regensburg

Die Altstadt von Regensburg mit Stadtamhof steht künftig auf der Liste des Welterbes. Dies beschloss das Welterbekomitee der UNESCO am Donnerstag in Wilna (Litauen).

13.07.2006 Bayern Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst

Kunstminister Thomas Goppel gratulierte der Stadt und nannte die Aufnahme in die Welterbeliste eine "verdiente und große Auszeichnung." Goppel: "Die Anstrengungen haben sich gelohnt." Die Aufnahme sei nun zugleich auch eine Verpflichtung zu einem verantwortungsvollen Umgang mit dem Welterbe. Die Ent-scheidung für Regensburg ist nach Einschätzung von Goppel nicht zuletzt auf die hervorragende Bewerbung und die einmalige historische Bausubstanz Regensburgs zurückzuführen. Regensburg war heraus-ragende kontinentale Handelsstadt des 11. bis 13. Jahrhunderts sowie einziges politisches Zentrum des Heiligen Römischen Reichs deutscher Nation. Die Regensburger Altstadt weist eine außergewöhnliche Fülle von überlieferten, authentischen baulichen Zeugnissen aus über zwei Jahrtausenden auf. Mit Regensburg sind in Deutschland zwischenzeitlich 32 Stätten auf der Welterbeliste eingetragen, davon fünf in Bayern (Wieskirche, Würzburger Residenz, Altstadt von Bamberg und der Limes).

Die Welterbeliste der UNESCO

Das Kultur- und Naturerbe der Menschheit zu schützen, liegt nicht allein in der Verantwortung eines einzelnen Staates, sondern ist Aufgabe der Völkergemeinschaft. Dies ist die Kernaussage der UNESCO-Welterbekonvention, die am 16. November 1972 unterzeichnet wurde, eines der erfolgreichsten Programme seit Gründung der Vereinten Nationen. Die Bundesrepublik bekennt sich seit 1976 zu den Idealen des Welterbes und anerkennt seine Wichtigkeit für den Schutz dieser Denkmale. Zum Erbe der Welt gehörten bislang (2005) 812 Kultur- und Naturstätten in 137 Staaten der Erde; in Deutschland waren es 31. Nun standen in Wilna neben der Altstadt von Regensburg 33 weitere Anträge zur Entscheidung an.

Das "Übereinkommen zum Schutz des Kultur- und Naturerbes der Welt" ergänzt nationale Schutz-Programme. Eine materielle Unterstützung durch die Vereinten Nationen ist damit in der Regel nicht verbunden. Die anmeldende Regierung benennt freiwillig Kultur- und Naturstätten für die UNESCO-Liste. Sie geht damit jedoch die Verpflichtung ein, durch das Ausschöpfen gesetzlicher, technischer und anderer Schutzmaßnahmen im Rahmen ihrer Möglichkeiten Bestand und Wertigkeit des angemeldeten Gutes zu erhalten. Die Verantwortung bleibt weiterhin bei den bereits zuständigen Autoritäten vor Ort, neu ist allerdings die Verpflichtung gegenüber der gesamten Menschheit.

Weiterführende Links:

UNESCO World Heritage Centre www.unesco.org/whc

UNESCO Kommission Deutschland www.unesco.de

Stadt Regensburg www.regensburg.de


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