Zwischenbericht zur sechsstufigen Realschule belegt: R6-Schüler erfolgreicher als Schüler der vierstufigen Realschule

Schüler lernen erfolgreicher an der sechsstufigen Realschule als noch an der R4. Dies belegt ein Zwischenbericht des Staatsinstituts für Schulqualität und Bildungsforschung, den das Kultusministerium Anfang Oktober dem Bayerischen Landtag übermittelt hat.

20.10.2004 Bayern Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus

"Die sechsstufige Realschule erfüllt unsere Erwartungen in vollem Maße. Der Erfolg der R6-Schüler beweist, dass die R6 ihre Schülerinnen und Schüler optimal fördert. Der neue Schultyp erweist sich als echtes Erfolgs- und Qualitätsmodell", sagte Kultusstaatssekretär Freller. Es sei vor diesem Hintergrund keine Überraschung, dass sich der neue Schultyp größter Beliebtheit erfreue und dass sich Schüler und Eltern bewusst dafür entschieden.

Der Zwischenbericht belegt eindeutig, dass die Schüler der R6 im Schuljahr 2002/03 in den vergleichbaren Jahrgangsstufen 7 bis 10 durchgehend besser abschneiden als die Schüler der vierstufigen Realschule. Die deutlichsten Unterschiede ergaben sich dabei in den Jahrgangsstufen 8 und 9. Die Wiederholer-Quote lag in den Jahrgangsstufen 8, 9 und 10 in den R6-Klassen nur in etwa halb so hoch wie in den Parallelklassen der R4. Auch was das Erreichen des Realschulabschlusses betrifft, hielten die R6-Schüler einen Vorsprung von knapp 2 Prozentpunkten. "Die R6 bewahrt wesentlich mehr Realschülerinnen und -schüler vor einer Ehrenrunde und sie führt zu insgesamt besseren Abschlüssen. Das ist der beste Qualitätsausweis, den es für eine Schulart geben kann", freute sich der Staatssekretär.

"Der Erfolg der R6 ist auch ein deutlicher Beleg für die Qualität eines gegliederten Schulsystems, in dem jeder nach seinen Möglichkeiten und Bedürfnissen gefördert wird", betonte Freller. Selbstverständlich erfordere ein differenziertes Schulsystem auch eine entsprechende Durchlässigkeit und die Möglichkeit, auf verschiedenen Wegen höhere Abschlüsse zu erreichen. Mit den bayerischen FOS13-Angeboten bestehe nun für besonders begabte Real- und Fachoberschüler eine zusätzliche Möglichkeit, die allgemeine Hochschulreife zu erreichen. "Ich bin überzeugt, dass angesichts ihrer hervorragenden Realschulausbildung in den nächsten Jahren zunehmend mehr R6-Absolventen den Weg über die FOS13 bis zum Abitur wählen werden", sagte der Staatssekretär.


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