Flüchtlingskinder

98 Prozent der Kitaleitungen fühlen sich nicht gut vorbereitet

Auf dem Deutschen Kitaleitungskongress in Düsseldorf diskutierten 800 Teilnehmer über Integration von Flüchtlingskindern und die Bezahlung der Fachkräfte.

22.04.2016 Bundesweit Pressemeldung Wolters Kluwer Deutschland GmbH
  • © Deutscher Kitaleitungskongress Prof. Dr. Rita Süssmuth, ehemalige Bundesmininisterin und Präsidentin des Deutschen Bundestages und heute Vorstandspräsidentin des Vereins buddY e.V., hielt die Eröffnungsrede auf dem DKLK am 20. April 2016.

Kitastreiks und Flüchtlingskinder, fehlende Rückendeckung seitens der Politik und zu geringe finanzielle Mittel – das waren die Hauptthemen beim Deutschen Kitaleitungskongress (DKLK) vom 19. bis 20. April 2016 in Düsseldorf. In einer Politrunde stellte Veranstalter Wolters Kluwer Deutschland drei Kernaussagen seiner neuen BeWAK-Studie (Befragung zur Wertschätzung und Anerkennung von Kitaleitungen) unter der wissenschaftlichen Begleitung von Prof. Dr. Ralf Haderlein von der Hochschule Koblenz vor. Die Studie befasst sich mit Herausforderungen und Ansätzen zum Thema Integration von Flüchtlingskindern in Kitas.
 
An der BeWAK-Studie 2016 nahmen rund 2100 Kitaleitungen aus ganz Deutschland teil. Die umfassenden Ergebnisse werden auf dem Deutschen Kitaleitungskongress in Berlin vom 14. bis 15. Juni 2016 vorgestellt. Eines zeigte sich aber auch schon bei der kurzen Vorabpräsentation in Düsseldorf: Kitaleitungen wünschen sich mehr Rückenwind von der Politik, um Flüchtlingskinder so früh wie möglich aufzunehmen zu können. 98% der befragten Kitaleitungskräfte fühlen sich nicht optimal auf die Herausforderungen mit Flüchtlingskindern vorbereitet.

Forderungen nach Personalausbau und -förderung werden nicht nur in den momentanen Tarifverhandlungen lauter, auch auf dem Kongress in Düsseldorf kamen solche Forderungen seitens der Kitaleitungen. „Es ist Aufgabe der Bundes- und Landesregierung Kitaplätze zu schaffen, Fachkräfte zu fördern und deren Arbeit auch finanziell anzuerkennen“, sagte Dagmar Friedrich, Leiterin in der Kindertagesbetreuung im Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport NRW.

Die größte Hilfe bei der Bewältigung der aktuellen Flüchtlingskinder-Problematik erfolge durch das jeweilige Kita-Team sowie die Leitungskräfte, so die Teilnehmer/innen auf dem Kongress. Prof. Dr. Rita Süssmuth, ehemalige Bundesministerin und  Präsidentin des Deutschen Bundestages ermutigte in ihrer Rede die Kongressteilnehmer, die aktuellen Herausforderungen mit Kraft und Energie anzunehmen. Und auch die Veranstalter des Deutschen Kitaleitungskongresses begrüßten die große Aufnahmebereitschaft und möchten die Kitaleitungen darin unterstützen: „Der Deutsche Kitaleitungskongress als größte bundesweite Fortbildungsveranstaltung für Kitaleitungen prägt zunehmend das Berufsbild „Kitaleitung“ in der Öffentlichkeit und lässt die Kitaleitungen Teil eines lebendigen Netzwerks werden, das die Zukunft unserer Kinder mitgestaltet“, so Carola Schneider, Verlagsleiterin Kita-Management beim Wissens- und Informationsdienstleister Wolters Kluwer. Carola Schneider: „Diese Fachkräfte gestalten die Zukunft unserer Kinder, ganz gleich welcher Herkunft, entscheidend mit.

Der DKLK in Düsseldorf war der erste von vier Kongressen, die in diesem Jahr auch in Berlin (14. bis 15. Juni sowie 20. bis 21. September 2016) und Augsburg (28. bis 29. Juni 2016) stattfinden.

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