Bildungs- und Frauenministerin Ute Erdsiek-Rave begrüßt Berliner Beschluss zum Rechtsanspruch auf einen Krippenplatz

"Das ist ein guter Tag für die Gleichstellung, für die Familien und für die Kinder." Mit diesen Worten begrüßte die schleswig-holsteinische Bildungs- und Frauenministerin Ute Erdsiek-Rave heute (15. Mai) den Beschluss der Großen Koalition in Berlin, die Krippenbetreuung in Deutschland massiv auszubauen. Mit dem Rechtsanspruch - auch wenn er erst 2013 umgesetzt werde - sei endlich die notwendige Rechtssicherheit geschaffen, die junge Frauen und Männer für ihre persönliche Lebens- und Familienplanung benötigten. "Dies ist ein wichtiger Schritt hin zu einer tatsächlichen Wahlfreiheit. Es muss endlich Schluss sein mit den unzeitgemäßen Diskussionen über vermeintliche Rabenmütter und angebliche Heimchen am Herd", appellierte die Ministerin bei einer Veranstaltung der Landesarbeitsgemeinschaft der Gleichstellungsbeauftragten (LAG) in Flensburg.

16.05.2007 Schleswig-Holstein Pressemeldung Ministerium für Schule und Berufsbildung des Landes Schleswig-Holstein

"Deutschland braucht mehr Nachwuchs und mehr Frauen, die diesen Schritt wagen, weil sie sich keine Sorgen um die eigene berufliche Zukunft machen müssen", sagte die Frauenministerin. Hierzulande sei die Geburt eines Kindes noch viel zu oft gleichbedeutend mit dem Karriereknick oder gar mit dem Abbruch des Berufslebens. Mit dem Rechtsanspruch auf einen Krippenplatz werde nachvollzogen, was in anderen europäischen Ländern wie Frankreich oder Skandinavien schon Standard sei. "Den Ländern und Kommunen steht nun eine große Aufgabe bevor, über deren Ausgestaltung und Umfang jetzt verhandelt werden muss", sagte die Ministerin weiter.

Zurzeit liegt die Versorgungsquote bei der Betreuung für Kinder unter drei Jahren in Schleswig-Holstein bei knapp acht Prozent (rund 5.500 Plätze). Um das Ziel von 35 Prozent bis zum Jahr 2013 zu erreichen, müssten jährlich rund 3.000 neue Plätze geschaffen werden.


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